JPMorgan rechnet bei Carl Zeiss Meditec mit einem operativen Ergebnis unter den Markterwartungen. Analystin Anchal Verma bestätigte am Freitag die Einstufung „Underweight“ mit einem Kursziel von 18,10 Euro. Für die anstehenden Zahlen erwartet sie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das 7 % unter dem Konsens liegt.
Beim Umsatz geht Verma dagegen von einem Wert auf Höhe der durchschnittlichen Analystenschätzung aus. Auch für 2027 äußerte sie sich vorsichtig. Ihre Skepsis richtet sich damit vor allem auf die operative Ergebnisentwicklung, nicht auf eine erwartete Umsatzverfehlung gegenüber dem Konsens.
Unterschiedliche Erwartungen an die Erholung
Die DZ Bank hob am Freitag den fairen Wert von Carl Zeiss Meditec von 30 auf 36 Euro an. Das Votum beließ das Haus bei „Halten“. Die Analysten betrachten das abgelaufene Geschäftsjahr voraussichtlich als Talsohle.
Bis zum Geschäftsjahr 2029/30 erwartet die DZ Bank eine planmäßige Verbesserung der bereinigten EBITA-Marge auf 15,1 %. Diese Perspektive sei allerdings bereits angemessen eingepreist. Aus dem höheren fairen Wert leitet das Haus deshalb keine Kaufempfehlung ab.
Jahresabschluss im Dezember
Im operativen Geschäft meldete ZEISS Medical Technology die kommerzielle Verfügbarkeit der monofokalen Intraokularlinse CT LUCIA 621P in Japan. Die Markteinführung erweitert dort den ZEISS-Katarakt-Workflow.
Der nächste bestätigte Unternehmenstermin ist der 10. Dezember: Dann veröffentlicht Carl Zeiss Meditec den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025/26. Auf die für diesen Tag anstehenden Zahlen bezieht sich auch Vermas Erwartung eines operativen Ergebnisses unter dem Konsens.
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