Das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 hat CarMax hart erwischt. Statt eines Gewinns steht ein Nettoverlust von 120,7 Millionen Dollar in den Büchern — und die Aktie quittierte die Zahlen heute vorbörslich mit einem Minus von knapp sieben Prozent.
Abschreibung trifft auf schwächelndes Kerngeschäft
Der Hauptgrund für den Verlust ist eine nicht zahlungswirksame Goodwill-Abschreibung von 141,3 Millionen Dollar. CarMax begründet diese mit dem gesunkenen Aktienkurs und der schwachen operativen Entwicklung im Geschäftsjahr 2026. Doch selbst bereinigt um diesen Sondereffekt zeigt das Bild keine Entwarnung: Der adjustierte Gewinn je Aktie lag bei lediglich 34 Cent — gegenüber 64 Cent im Vorjahresquartal eine Halbierung.
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Beim Kerngeschäft mit Gebrauchtwagen schrumpft die Marge spürbar. Der Rohertrag je verkauftem Fahrzeug im Einzelhandel fiel auf 2.115 Dollar, nach 2.322 Dollar ein Jahr zuvor. Im Großhandel ging der entsprechende Wert von 1.045 auf 940 Dollar zurück. Preissenkungen sollen die Nachfrage ankurbeln — auf Kosten der Profitabilität.
Neue Strategie, alter Druck
Neuer CEO Keith Barr, der seinen Posten am 16. März 2026 angetreten hat, setzt bewusst auf niedrigere Verkaufspreise und geringere Margen, um das Absatzvolumen zu steigern. Flankierend dazu wurde das Kostensenkungsziel bei den Vertriebs- und Verwaltungsausgaben von 150 auf 200 Millionen Dollar angehoben. Der Umsatz im abgelaufenen Quartal belief sich auf 5,95 Milliarden Dollar — ein leichter Rückgang gegenüber den 6,00 Milliarden Dollar aus dem Vorjahreszeitraum.
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Das Marktumfeld spielt CarMax dabei nicht in die Karten. Schwächelnde Verbraucherstimmung, Importzölle und Benzinpreise nahe vier Dollar je Gallone belasten die Nachfrage. Hinzu kommt der wachsende Wettbewerb durch Carvana im Online-Segment sowie klassische Händler mit größeren Lagerbeständen.
Truist Securities hält die Aktie weiterhin auf „Hold“ mit einem Kursziel von 37 Dollar — deutlich unter dem aktuellen Kursniveau von rund 41 Dollar. Die Analysten sehen Repositionierungsbedarf und verweisen auf die strukturellen Herausforderungen im Wettbewerbsumfeld. Ob die neue Preisstrategie das Volumen schnell genug steigert, um die Margenverluste zu kompensieren, wird sich erst in den kommenden Quartalen zeigen.
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