Carnegie Clean Energy hat einen rasanten Lauf hinter sich. Am Donnerstag markierte das Papier bei 0,13 Euro noch ein neues Jahreshoch. Am Freitag folgte die Ernüchterung: Der Kurs sackte um elf Prozent ab.

Technische Überhitzung bremst die Rallye

Die Korrektur kommt nicht überraschend. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von fast 78 galt die Aktie als massiv überkauft. Die Volatilität bleibt mit über 500 Prozent indes extrem hoch. Marktbeobachter werten den Rücksetzer auf 0,10 Euro als notwendige Abkühlung.

Trotz des aktuellen Minus bleibt die Bilanz für das Jahr 2026 beeindruckend. Seit Januar verbucht der australische Wellenenergie-Entwickler ein Plus von 146 Prozent. Der Kurs liegt damit weiterhin deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt von 0,04 Euro.

Meilensteine in Europa erreicht

Hinter der langfristigen Aufwärtsbewegung stehen operative Fortschritte. Die Tochtergesellschaft CETO Wave Energy Ireland sicherte sich zuletzt eine Meilensteinzahlung von rund 64.000 Euro. Das Geld stammt aus dem EuropeWave-Förderprogramm.

Spanische Behörden gaben parallel dazu grünes Licht für den Einsatz der CETO-Technologie im Baskenland. Das Unternehmen schloss außerdem die Entwicklung der Steuerungssoftware für das Antriebssystem ab. Diese Fortschritte ebnen den Weg für die nächste Testphase.

Carnegie wechselt nun in die finale Fertigungsphase des ACHIEVE-Programms. Die geplante Installation der Anlage in Spanien gilt als entscheidender Test für die kommerzielle Nutzung von Wellenenergie. Anleger blicken nun auf den Start der Montagearbeiten vor der baskischen Küste.