Eine positive Expertenstimme hat dem Kreuzfahrtkonzern Carnival Rückenwind verliehen. Gestern bekräftigte Tigress Financial-Analyst Ivan Feinseth seine Kaufempfehlung mit dem Votum „Buy“ und einem Kursziel von 42 US-Dollar für die Aktie. Zur Begründung verwies er auf anhaltend hohe Rekord-Vorausbuchungen sowie die bestehende Preissetzungsmacht des Unternehmens.
Am Markt stieß die Bestätigung auf Zustimmung: Die Carnival-Aktie schloss gestern mit einem leichten Kursplus von 0,9% bei 26,73 USD. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier damit einen Zuwachs von 18%, getragen von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Urlaubsreisen auf See.
Flottenplanung reicht bis 2029
Parallel zur Einschätzung von Analystenseite treiben die einzelnen Marken des Konzerns ihre langfristige Fahrplan- und Routenstruktur voran. Princess Cruises stellte gestern ihr Amerika-Programm für die Saison 2028/29 vor, das mehr als 250 Abfahrten von Kanada bis zur Antarktis umfasst und unter anderem eine Rückkehr zum Amazonas vorsieht.
Für die Saison 2028/29 öffnete auch Carnival Cruise Line Buchungen für Fahrten ab Norfolk, nachdem das Kreuzfahrtschiff Carnival Freedom einen 35-tägigen Werftaufenthalt abgeschlossen hatte.
Zudem ordnet die Gruppe ihre Schiffskapazitäten über mehrere Jahre hinweg neu. Nach Abschluss ihrer Weltreise 2028/29 soll die Cunard-Einheit Queen Anne im Jahr 2029 zur Flotte von P&O Cruises wechseln. Im Gegenzug wird das Kreuzfahrtschiff Arcadia nach seiner letzten Fahrt für P&O Cruises im August 2029 von Holland America Line übernommen, wodurch deren Flotte auf zwölf Schiffe anwächst.
Treibstoffpreise und Wartungsverträge
Trotz der stabilen Buchungslage sehen Marktbeobachter auch Risikofaktoren für das operative Geschäft. Medienberichten zufolge belasten vor allem schwankende Treibstoffkosten die Perspektiven, da Carnival seine Einkäufe von Schiffstreibstoff nicht gegen Preisanstiege absichert. Steigende Energiekosten können daher direkten Einfluss auf die Margenentwicklung nehmen.
Auf der technischen Seite setzt der Konzern auf Planungssicherheit: Carnival verlängerte seine bevorzugte Kundenpartnerschaft mit dem maritimen Dienstleister Seatrium auf insgesamt 15 Jahre. Die Vereinbarung sieht unter anderem planmäßige Instandhaltungs- und Überholungsarbeiten an drei Kreuzfahrtschiffen im vierten Quartal 2026 vor.
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