Carrier Global Corp hat am Donnerstag seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Der Klimatechnik-Spezialist musste einen Umsatzrückgang von 6 Prozent auf 4,84 Milliarden Dollar hinnehmen. Organisch brachen die Erlöse sogar um 9 Prozent ein. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften sackte auf magere 28 Millionen Dollar ab, das entspricht 0,03 Dollar je Aktie.
Bereinigt um Sondereffekte lag der Gewinn bei 0,34 Dollar je Aktie – deutlich unter den 0,54 Dollar des Vorjahresquartals. Ein Rückgang um 37 Prozent. Die Aktie reagierte prompt: Im vorbörslichen Handel am Donnerstag verlor der Titel 4,5 Prozent auf 60,80 Dollar.
Wohnimmobilienmarkt macht Probleme
Besonders hart traf es das Nordamerika-Segment. Hier brachen die Umsätze um 17 Prozent ein. Verantwortlich dafür: Das Wohngeschäft stürzte um 38 Prozent ab, Light Commercial verlor 20 Prozent. Einziger Lichtblick war das kommerzielle HVAC-Geschäft, das zweistellig zulegte. Die operative Marge des Segments sackte von 18,6 Prozent auf nur noch 8,7 Prozent ab – ein Einbruch von fast 10 Prozentpunkten.
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Auch in Asien-Pazifik lief es nicht rund. Die Verkäufe sanken um 9 Prozent, getrieben durch schwache Nachfrage aus China im Wohn- und Light-Commercial-Bereich. Immerhin: Europa lieferte mit 6 Prozent Umsatzplus und verbesserter Marge einen positiven Beitrag. Das Transportation-Segment legte sogar um 13 Prozent zu, angetrieben durch ein Container-Wachstum von fast 50 Prozent.
Ausblick enttäuscht Analysten
Für das Gesamtjahr 2026 stellt Carrier einen bereinigten Gewinn von rund 2,80 Dollar je Aktie in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt jedoch 2,88 Dollar erwartet. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen mit einem organischen Wachstum zwischen null und niedrigen einstelligen Prozentraten. Der geplante Verkauf von Riello, der bis Ende des ersten Quartals 2026 abgeschlossen sein soll, belastet mit rund 350 Millionen Dollar Umsatz und 0,03 Dollar Gewinn je Aktie.
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CEO David Gitlin versuchte trotz der schwachen Zahlen Zuversicht zu verbreiten. Die Auftragslage im kommerziellen HVAC-Geschäft sei stark – die Orders stiegen im vierten Quartal um fast 50 Prozent, getrieben durch Großaufträge im Rechenzentrumsbereich. Auch das Aftermarket-Geschäft wachse bereits das fünfte Jahr in Folge zweistellig.
Ob das ausreicht, um die Belastungen aus dem schwachen Wohnimmobilienmarkt zu kompensieren, bleibt abzuwarten. Der freie Cashflow lag 2025 bei soliden 2,12 Milliarden Dollar, für 2026 peilt Carrier rund 2 Milliarden Dollar an. Aktienrückkäufe im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar sind geplant.
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