Caterpillar hat gestern nach der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen einen deutlichen Kursrückgang verzeichnet. Laut Reuters belasteten der verhaltene Wachstumsausblick für das Schlussquartal und Sorgen um die Nachfrage aus dem KI-Rechenzentrumsbereich die Stimmung. Die Aktie verlor gestern 10%, nachdem das Unternehmen für das vierte Quartal lediglich moderates Umsatzwachstum in Aussicht gestellt hatte.

Margenausblick und Kapazitäten belasten

Caterpillar erwartet die bereinigte operative Gewinnmarge für das Gesamtjahr am unteren Ende seiner Zielspanne. Diese Prognose schließt Erstattungen von IEEPA-Zöllen aus. Damit rückte neben dem Wachstum auch die erwartete Profitabilität in den Mittelpunkt des Quartalsberichts.

Reuters zufolge standen zudem Belastungen durch Zölle und Frachtkosten sowie begrenzte Produktionskapazitäten im Fokus der Anleger. Medienberichten zufolge erklärte Caterpillar, dass Zölle und Kapazitätsengpässe auf die Margen drückten.

Der Auftragsbestand erreichte laut Reuters einen Rekordwert von 78,1 Milliarden $. Er lag dem Bericht zufolge jedoch unter optimistischen Erwartungen. Zudem wuchs das Auftragspolster langsamer als im früheren Jahresverlauf.

Reuters verwies darüber hinaus auf zunehmende Skepsis der Anleger gegenüber dem KI-Boom. Diese verschlechterte Stimmung betraf auch Aktien mit Verbindungen zu Rechenzentren und bildete einen zusätzlichen Belastungsfaktor für Caterpillar.

Umsatz steigt trotz skeptischer Börsenreaktion

Im dritten Quartal 2026 erzielte Caterpillar nach eigenen Angaben Umsatzerlöse von 20,7 Milliarden $. Das entsprach einem Anstieg um 17%. Reuters führte den höheren Quartalsgewinn auf die Nachfrage nach Ausrüstung zur Energieversorgung zurück.

Der Gewinn je Aktie betrug nach Unternehmensangaben 7,13 $. Auf bereinigter Basis meldete Caterpillar einen Gewinn von 7,20 $ je Aktie.

Für Aktienrückkäufe und Dividenden setzte das Unternehmen im Berichtsquartal insgesamt 2,0 Milliarden $ ein. Die Summe umfasst damit sowohl Rückkäufe eigener Aktien als auch Ausschüttungen an die Aktionäre.