Celestica steht im Zentrum der KI-Infrastruktur. Die Nachfrage nach seinen Netzwerklösungen explodiert. Dennoch verliert die Aktie am Donnerstag deutlich: 567,50 CAD, ein Minus von 10,78 Prozent nach einem Schlusskurs von 636,06 CAD am Mittwoch. Was steckt hinter dem Widerspruch?
KI treibt das Geschäft
Das Technologieunternehmen hat sich als wichtiger Lieferant für KI-Rechenzentren etabliert. Neue Hyperscaler-Programme und Partnerschaften mit Chipherstellern bescheren Celestica Rekordaufträge. Besonders die DS6000-Serie – 1,6-Terabit-Switches für KI-Training – ist seit Kurzem kommerziell verfügbar. Sie basiert auf Broadcoms Tomahawk 6 und adressiert den riesigen Bedarf an schnellen Netzwerken.
Die Quartalszahlen untermauern den Boom: Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 52,8 Prozent auf 4,05 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose auf rund 19 Milliarden Dollar an.
Insider handeln, Bewertung sorgt für Fragezeichen
Parallel zum Wachstum verkauften Insider Aktien im Wert von rund 1,4 Millionen Dollar. Ein Signal, das manche Anleger verunsichert. Hinzu kommen Bewertungsbedenken. Eine Analyse taxiert den fairen Wert der Aktie auf 577,12 Dollar – nur knapp über dem aktuellen Kurs.
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Analysten bleiben zwar mehrheitlich optimistisch. Doch die Kursziele streuen breit. Einige Experten raten nach den massiven Kursgewinnen der vergangenen Monate zu Gewinnmitnahmen.
Die Aktionäre haben auf der Hauptversammlung Vorstand, Wirtschaftsprüfer und Vergütungspläne gebilligt. Die Fundamentaldaten sind stark. Die Abhängigkeit von wenigen Großkunden bleibt aber ein Risiko.
Celestica profitiert vom KI-Boom wie kaum ein zweites Unternehmen. Die Aktie ist jedoch ambitioniert bewertet. Insiderverkäufe und die jüngste Korrektur zeigen: Der Markt wird vorsichtiger. Ob der Höhenflug anhält, hängt davon ab, ob das Wachstumstempo die hohen Erwartungen weiter erfüllt.
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