Celestica bereitet sich auf eine wegweisende Woche vor. Kurz vor der Veröffentlichung der neuen Quartalszahlen zeigt die Aktie eine deutliche Erholung. Das Papier hat den Kurssturz der letzten Wochen vorerst gestoppt.
Institutionelle Anleger ziehen sich zurück
Die technische Erholung findet vor einem unruhigen Hintergrund statt. Große Adressen haben ihre Positionen bei dem Elektronik-Dienstleister zuletzt spürbar verringert. Die Investmentgesellschaft Arrowstreet Capital verkaufte knapp eine Million Aktien und reduzierte ihre Beteiligung damit um rund 30 Prozent. Die Bank of Nova Scotia trennte sich ebenfalls von Anteilen, hält aber weiterhin ein Paket im Wert von fast 81 Millionen Dollar.
Diese Verkäufe stehen im Kontrast zum Optimismus vieler Analysten. Diese blicken gespannt auf die anstehenden Geschäftszahlen. Experten erwarten für das zweite Quartal einen Umsatz zwischen 4,35 Milliarden und 4,39 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll bei etwa 2,29 Dollar liegen.
Fokus auf KI-Infrastruktur
Das Wachstum treibt vor allem die Sparte Connectivity & Cloud Solutions an. Hier profitiert der Konzern massiv vom Ausbau der KI-Netzwerke. Die Nachfrage nach schnellen 800G-Ethernet-Switches für Rechenzentren bleibt hoch. Das Management unter dem neuen Segment-Präsidenten Steven Dorwart setzt konsequent auf diesen Trend. Analysten gehen davon aus, dass dieser Bereich bis zum nächsten Jahr über 40 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuern könnte.
Hohe Volatilität vor den Zahlen
In den letzten sieben Tagen legte der Kurs um 11,64 Prozent zu. Aktuell notiert die Aktie bei 470,91 CAD. Damit rückt Celestica wieder in einen langfristigen Aufwärtstrend vor.
Investoren müssen sich dennoch auf Preisschwankungen einstellen. Die annualisierte Volatilität liegt bei fast 66,87 Prozent. Das Unternehmen muss nun beweisen, dass die Erlöse für 2027 bereits heute ausreichend abgesichert sind. Der anstehende Quartalsbericht dient als Lackmustest für das versprochene Wachstum im Segment der Hochleistungs-Netzwerke.
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