Centrus Energy enttäuscht die Märkte mit schwachen Quartalszahlen. Trotz einer angehobenen Jahresprognose und neuer Partner für den Standort Ohio schickten Anleger die Aktie am Freitag auf Talfahrt. Der Umbau zum Uran-Produzenten kostet derzeit mehr Kraft als erwartet.
Gewinn bricht massiv ein
Im ersten Quartal 2026 verdiente Centrus Energy bereinigt 0,45 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld mit 0,58 US-Dollar gerechnet — eine Verfehlung von über 22 Prozent. Parallel dazu blieb der Umsatz mit 76,7 Millionen US-Dollar hinter den Erwartungen zurück.
Der Nettogewinn sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 63 Prozent auf 10 Millionen US-Dollar ab. Das Management begründete den Rückgang mit hohen Kosten für den Technologie-Ausbau. Zudem fehlten Einmaleffekte, die das Ergebnis im Vorjahr noch gestützt hatten.
Umsatzprognose steigt trotz Kurssturz
Während die aktuellen Zahlen belasten, blickt der Vorstand optimistischer auf das Gesamtjahr. Die Umsatzprognose für 2026 kletterte auf eine Spanne zwischen 450 und 500 Millionen US-Dollar. Ein Auftragsbestand bis ins Jahr 2040 sichert die langfristige Perspektive ab.
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Für den Ausbau der Uran-Anreicherung in Piketon, Ohio, holt sich Centrus Verstärkung an Bord. Das Unternehmen wählte Geiger Brothers als Hauptauftragnehmer für die Bauarbeiten. Gemeinsam mit der Fluor Corporation soll so die Produktion von schwach angereichertem Uran (HALEU) vorangetrieben werden.
Technischer Abwärtstrend verschärft sich
Die Börse reagierte prompt auf die Bilanzvorlage. Die Aktie verlor fast neun Prozent an Wert und notiert aktuell bei 145,90 Euro. Damit setzt sich die negative Serie des laufenden Jahres fort, in dem das Papier bereits über 37 Prozent eingebüßt hat.
Das Papier rutschte damit deutlich unter seinen 50-Tage-Durchschnitt von 164,66 Euro. Auch die psychologisch wichtige 200-Tage-Linie liegt mit rund 214 Euro mittlerweile in weiter Ferne. Anleger gewichten die kurzfristigen Risiken des Anlagenbaus derzeit höher als die Chancen der US-Energieunabhängigkeit.
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