Der Montag bringt eine leichte Stabilisierung für Ceres Power. Nachdem die Aktie innerhalb einer Woche rund 20 Prozent eingebüßt hatte, legte sie heute um 2,95 Prozent auf 7,68 Euro zu – ein vorsichtiger Schritt weg vom Freitagsschluss bei 7,46 Euro.
Die Erholung folgt auf eine scharfe Zäsur. Am Freitag hatte Panmure Liberum die Aktie gleich doppelt herabgestuft – von „Buy“ auf „Sell“. Auslöser: eine massive Diskrepanz zwischen dem, was der Markt in den Kurs eingepreist hatte, und dem, was das Unternehmen tatsächlich liefern kann.
Die Zahlenlücke hinter dem Kurssturz
Analysten beziffern die bestätigte Produktionskapazität auf rund 400 Megawatt bis 2030. Der Markt hatte jedoch zeitweise Kapazitäten von 1,7 Gigawatt eingepreist – das Vierfache. Diese Bewertungslücke führte zu einem Kursrückgang von 26,7 Prozent seit dem 52-Wochen-Hoch von 10,48 Euro Ende Mai.
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Trotz der jüngsten Verluste bleibt die langfristige Performance beachtlich. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 211 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar von 712 Prozent. Der RSI von 46,1 signalisiert inzwischen ein neutrales Niveau – die Aktie ist nicht mehr überkauft.
Skalierung bleibt der wunde Punkt
Im Fokus der Anleger steht weiterhin das Geschäftsmodell. Ceres Power setzt auf Partner, um die Festoxid-Brennstoffzellen- und Elektrolysetechnologie in die Breite zu bringen. Die frühe Produktion der SOFC-Systeme bleibt operativ anspruchsvoll, wie auch die Analysten anmerkten. Steigende Schulden bei Branchenkollegen verstärken zudem die Vorsicht gegenüber dem kapitalintensiven Hochlauf.
Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 148 Prozent bleibt die Aktie extrem schwankungsanfällig. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 3,95 Euro beträgt knapp 95 Prozent – ein Zeichen dafür, wie stark die vorherige Rallye ausgefallen war. Ob die Konsolidierung auf diesem Niveau trägt, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden.
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