Die Zahlen sehen auf den ersten Blick nicht gerade berauschend aus. Der US-Kabelnetzbetreiber Charter Communications verlor im vierten Quartal weitere 119.000 Internet-Kunden und musste einen Umsatzrückgang von 2,3% auf 13,6 Milliarden Dollar hinnehmen. Doch die Börse reagierte überraschend positiv: Die Aktie schoss im vorbörslichen Handel um über 6% nach oben. Was steckt dahinter?
Die Antwort liegt in der Profitabilität. Mit einem Gewinn je Aktie von 10,34 Dollar übertraf Charter die Analystenerwartungen von 9,86 Dollar deutlich. Der Markt honorierte damit die Fähigkeit des Unternehmens, trotz schrumpfender Kundenbasis die Margen zu verteidigen. Ein Zeichen, dass das Management die Kostenstruktur im Griff hat.
Weniger Verluste, mehr Mobilfunk
Immerhin: Der Aderlass bei den Internet-Kunden fiel geringer aus als im Vorjahr, als noch 177.000 Kunden absprangen. Und im wachsenden Mobilfunkgeschäft konnte Charter 428.000 neue Leitungen hinzugewinnen – die Gesamtzahl stieg damit auf 11,8 Millionen.
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CEO Chris Winfrey versuchte die Lage positiv zu deuten: „Wir haben Spectrum 2025 so positioniert, dass wir garantierte Konnektivität, garantierten Service und garantierte Einsparungen bieten.“ Der Verweis auf die rund um die Uhr verfügbaren US-Mitarbeiter soll wohl das Alleinstellungsmerkmal unterstreichen.
Aktienrückkäufe trotz Umsatzflaute
Für das Gesamtjahr 2025 sank der Umsatz um 0,6% auf 54,8 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA kletterte dagegen leicht um 0,6% auf 22,7 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow verbesserte sich von 4,3 auf 5,0 Milliarden Dollar – vor allem dank niedrigerer Steuerzahlungen und reduzierter Zinsbelastung.
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Charter nutzte die freien Mittel für massive Aktienrückkäufe: 17,1 Millionen Aktien wanderten für rund 5,4 Milliarden Dollar ins eigene Portfolio zurück. Eine klassische Maßnahme, um den Aktienkurs zu stützen, wenn das operative Wachstum stockt.
Der Rückgang beim Umsatz resultierte hauptsächlich aus schwächelnden Einnahmen im Videogeschäft und bei politischer Werbung. Immerhin: Die Erlöse aus dem Internetgeschäft für Privatkunden legten um 2,3% zu.
Bleibt die Frage: Ist das nur ein kurzes Aufbäumen oder der Beginn einer Trendwende? Die nackten Zahlen sprechen weiter für Gegenwind, doch die Börse scheint aktuell die Hoffnung zu nähren, dass Charter den Turnaround schafft.
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