Chevron hat eine turbulente Phase hinter sich. Das Wheatstone-LNG-Werk in Australien läuft wieder auf vollen Touren — und schon am 1. Mai folgen die Quartalszahlen für Q1 2026. Zwei Ereignisse, die den Kurs in den kommenden Wochen maßgeblich prägen dürften.
Wheatstone wieder voll in Betrieb
Ende März hatte Zyklon Narelle das Wheatstone-Werk mit einer Kapazität von 8,9 Millionen Tonnen LNG pro Jahr schwer getroffen. Beide Verarbeitungsstränge fielen aus. Hunderte Wärmetauscher mussten ersetzt werden. Am 23. April meldete Chevron die vollständige Wiederherstellung der Produktion.
Das kommt zur rechten Zeit. Der globale LNG-Markt steht unter Druck: Katar hat wegen der Schließung der Straße von Hormuz und Angriffen auf seine LNG-Infrastruktur höhere Gewalt erklärt. Jede zusätzliche Tonne australisches LNG zählt gerade.
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Quartalszahlen mit einem Haken
Die Ergebnisse für Q1 werden kein einfaches Bild liefern. Das Upstream-Segment profitierte von höheren Rohstoffpreisen — Chevron erwartet dort einen Ergebnisanstieg von 1,6 bis 2,2 Milliarden Dollar nach Steuern gegenüber Q4 2025. Im Gegenzug belasten Derivate und LIFO-Effekte das Downstream-Ergebnis mit 2,7 bis 3,7 Milliarden Dollar.
Das Management betont, diese Effekte seien temporär und würden sich in späteren Quartalen umkehren. Ob der Markt dieser Einschätzung folgt, hängt davon ab, wie klar die Kommunikation am 1. Mai ausfällt.
Kurs unter Druck, Fundament solide
Die Aktie notiert aktuell bei 157,46 Euro — rund 14 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom 30. März. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von knapp 29 Prozent. Der RSI liegt bei 41, der Kurs unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Das deutet auf eine laufende Konsolidierung hin, nicht auf einen Trendbruch.
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Die Fundamentaldaten stützen das Bild. Chevrons Gewinnschwelle liegt unter 50 Dollar je Barrel. Das Unternehmen hat die Dividende zum 39. Mal in Folge erhöht und die Investitionsplanung für 2026 gleichzeitig gesenkt. Scotiabank hob das Kursziel Mitte April auf 187 Dollar an. Von 20 befragten Analysten empfehlen die meisten die Aktie zum Kauf.
Hauptversammlung mit Konfliktpotenzial
Am 27. Mai folgt die virtuelle Hauptversammlung. Neben Routinepunkten wie der Wahl von zwölf Direktoren und der Bestätigung des Abschlussprüfers steht ein umstrittener Aktionärsantrag auf der Tagesordnung: Die Trennung von Vorstandsvorsitz und Aufsichtsratsvorsitz. Das Board lehnt den Antrag ab. Organisierte Unterstützung kommt vom National Legal and Policy Center.
Der 1. Mai ist der nächste Prüfstein. Fällt die Downstream-Belastung so hoch aus wie angekündigt, wird entscheidend sein, ob Chevron überzeugend darlegt, dass der Effekt tatsächlich nur einmalig ist — und das Upstream-Wachstum die Geschichte langfristig trägt.
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