Chevron verliert heute im Umfeld nachgebender Ölpreise 2,7%. Medienberichten zufolge belasten Hoffnungen auf Fortschritte in der Diplomatie zwischen den USA und Iran die Ölnotierungen. Zugleich gibt es erneute Bemühungen um eine Wiederöffnung der Straße von Hormus.

Stillstände dürften Produktion und Ergebnis belasten

Unabhängig vom heutigen Marktumfeld erwartet Chevron im vierten Quartal 2026 Belastungen durch Wartungsarbeiten und Stillstandszeiten. Wie Reuters am Freitag berichtete, rechnet das Unternehmen dadurch mit einer geringeren Förderung im Geschäft mit der Öl- und Gasgewinnung.

Der erwartete Rückgang beträgt 175.000 bis 225.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Im Raffinerie- und Weiterverarbeitungsgeschäft dürften die Stillstände das Ergebnis nach Unternehmensangaben um 400 Millionen $ bis 500 Millionen $ belasten.

Am Freitag hatte Chevron für das dritte Quartal 2026 einen Gewinn von 9,9 Milliarden $ gemeldet. Bereinigt lag das Ergebnis bei 10,4 Milliarden $. Die US-Produktion stieg gegenüber dem Stand zwei Jahre zuvor um 27%.

Auch im Raffineriegeschäft meldete Chevron operative Bestmarken: Der Rohöldurchsatz der US-Raffinerien erreichte einen Rekord. Die Auslastung bei der Rohölverarbeitung lag bei 98%.

Neue Analysteneinstufung und geplante Gasverbindung

William Blair nahm am Donnerstag die Beobachtung von Chevron mit der Einstufung „Outperform“ auf. Das Analysehaus erwartet damit eine überdurchschnittliche Entwicklung der Aktie.

Ein weiteres Vorhaben betrifft die geplante Verbindung des zyprischen Gasfelds Aphrodite mit der ägyptischen Gasinfrastruktur. Ägypten und Chevron paraphierten am 20. Oktober Medienberichten zufolge eine Vereinbarung, die finanzielle und kommerzielle Bedingungen des Projekts festlegt. Gegenstand der Vereinbarung ist die geplante Anbindung des Gasfelds an die Infrastruktur in Ägypten.