Circle Internet Group wächst auf allen Ebenen – das On-Chain-Volumen explodiert, die Einnahmen steigen. Doch die Kosten laufen davon. Die Aktie fällt am Freitag um 9,3 Prozent auf 96,90 Euro. Anleger quittieren die gemischten Signale mit Skepsis.
Legislative Rückenwind aus Washington
Positive Nachrichten kamen zuletzt aus dem US-Senat. Der CLARITY Act passierte das Banking Committee mit überparteilicher Unterstützung. Das Gesetz soll einen formalen Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte und Stablecoins schaffen. Analysten sehen darin einen potenziellen Katalysator für die gesamte Krypto-Infrastruktur-Branche. Institutionelle Investoren könnten leichter einsteigen – ein Szenario, das Circles Bewertung stützt.
Quartalszahlen: Volumenrekord, aber sinkender Gewinn
Die Geschäftszahlen des ersten Quartals zeigen ein zweigeteiltes Bild. Das On-Chain-Volumen erreichte mit 21,5 Billionen Dollar einen Bestwert – ein Plus von 263 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die USDC-Zirkulation stieg auf 77 Milliarden Dollar, ein Zuwachs um 28 Prozent.
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Der Umsatz wuchs um ein Fünftel auf 694 Millionen Dollar. Der Nettogewinn schrumpfte dagegen um 15 Prozent auf 55 Millionen Dollar. Grund: Die operativen Kosten schossen um 76 Prozent nach oben. Circle skaliert seine Infrastruktur massiv. Das kostet – und drückt die Marge.
Der hauseigene Circle Payments Network (CPN) zeigt parallel dazu Dynamik. Das annualisierte Volumen erreichte 8,3 Milliarden Dollar. Die Zahl institutioneller Kunden stieg im Quartalsvergleich um 36 Prozent.
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Arc-Blockchain: Token-Verkauf vor Mainnet-Start
Neben dem Kerngeschäft treibt das Unternehmen sein Blockchain-Projekt Arc voran. Eine Token-Presale erlöste 222 Millionen Dollar, die Bewertung des Projekts lag bei 3 Milliarden Dollar. Mit dabei: BlackRock, Apollo und a16z. Circle hält 25 Prozent der anfänglich 10 Milliarden ARC-Token. Der Mainnet-Start ist für Sommer 2026 geplant. Die Layer-1-Blockchain soll Stablecoin-Transaktionen für Banken und Vermögensverwalter abwickeln – mit USDC als Gebührenmechanismus.
Insider-Verkäufe und Analysten uneinig
Im Mai verkaufte Director Danita K. Ostling 1.200 Aktien zu 132,06 Dollar – eine Routine-Transaktion. Die Analystenmeinungen zu Circle streuen breit. Die Kursziele reichen von 97 bis 160 Dollar. Der Markt diskutiert, ob die aggressive Wachstumsstrategie die Margen dauerhaft belastet.
Wann das Vertrauen der Anleger zurückkehrt, hängt nicht zuletzt davon ab, ob Circle die Kosten in den Griff bekommt. Der Arc-Mainnet im Sommer 2026 wird zeigen, ob die nächste Wachstumsstufe gelingt.
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