Operative Rekorde auf der einen Seite, ein massiver Verlust auf der anderen. Bei Circus SE klaffen Vision und finanzielle Realität derzeit noch weit auseinander. Um den globalen Rollout seiner KI-Küchenroboter zu stemmen, wählt das Unternehmen nun einen neuen Finanzierungsweg. Das Ziel: Wachstum ohne Verwässerung der Aktionäre.
Sale-and-Leaseback statt Kapitalerhöhung
Das Robotik-Unternehmen hat eine asset-basierte Anleihe im siebenstelligen Bereich platziert. Die Abwicklung lief über die Plattform der FINEXITY AG. Das Prinzip ist simpel. Eine Zweckgesellschaft kauft sechs autonome Küchenroboter zum Stückpreis von 265.000 Euro. Danach verleast sie diese für sieben Jahre fest an Circus zurück.
Mit diesem Sale-and-Leaseback-Modell umgeht das Management eine klassische Kapitalerhöhung. Parallel dazu vereinbarten beide Partner einen Rahmenvertrag über bis zu 50 Millionen Euro. Dieses Kapital soll künftig in mehreren Tranchen fließen. Das Leasingmodell senkt die Einstiegshürden für Kunden deutlich. Laut Unternehmen verkürzen sich die Verkaufszyklen dadurch um bis zu 70 Prozent.
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Militärgeschäft treibt das Wachstum
Operativ liefert das erste Quartal 2026 Bestmarken. Die Systemverfügbarkeit der Roboter stieg bis April auf über 90 Prozent. Aktuell befinden sich 17 Systeme im Einsatz oder in der Integration. Zusammen mit dem Partner Celestica halbierte Circus die Produktionszeit auf rund vier Wochen.
Ein starker Treiber ist das Militärgeschäft. Die Bundeswehr nutzt die KI-Technologie bereits auf einem gesicherten Stützpunkt. Die Inbetriebnahme erfolgte nur drei Monate nach Auftragsvergabe. Das Unternehmen verhandelt derzeit mit mehr als zehn NATO-Staaten. Auch Lieferungen für ukrainische Soldaten sind in Vorbereitung.
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Hohe Volatilität und eine ambitionierte Prognose
An der Börse spiegelt sich die riskante Übergangsphase wider. Die Aktie notiert aktuell bei 8,18 Euro. Auf Jahressicht steht ein Minus von rund 32 Prozent auf der Kurstafel. Die annualisierte Volatilität von über 105 Prozent zeigt die extreme Nervosität der Anleger.
Der Grund für die Schwankungen liegt in der Bilanz. Im vergangenen Jahr stand einem zweistelligen Millionenverlust ein minimaler Umsatz von 250.000 Euro gegenüber. Für das laufende Jahr stellt der Vorstand nun Erlöse von bis zu 55 Millionen Euro in Aussicht. Diese Prognose erfordert den schnellen Wechsel von Testphasen zu festen Verträgen.
Den Beweis für diese Skalierung müssen die laufenden Pilotprojekte liefern. Die Testphasen bei REWE und der Bundeswehr enden spätestens im Herbst. Frische operative Zahlen präsentiert Circus am 16. Juli 2026.
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