Circus hat mit vorläufigen Zahlen für 2025 geliefert, was der Markt hören wollte: Der operative Verlust fiel geringer aus als befürchtet. Das reicht nicht für Euphorie. Es reicht aber, um die Aktie trotz des jüngsten Drucks nicht völlig aus dem Takt zu bringen.
Montega bestätigte nach der Veröffentlichung die Kaufempfehlung. Im Zentrum steht dabei weniger der rote Zahlenblock als die Frage, ob Circus jetzt vom Entwicklungs- in den Skalierungsmodus wechselt.
Verlust bleibt, aber die Richtung zählt
Das unbereinigte EBITDA lag 2025 bei minus 18,5 Millionen Euro. Bereinigt um Einmaleffekte aus Akquisitionen und Kapitalerhöhungen blieb ein Verlust von 15,3 Millionen Euro. Für den Markt ist vor allem wichtig, dass die Zahlen unter den Befürchtungen lagen.
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Die Verluste hängen vor allem an der abgeschlossenen Forschungs- und Entwicklungsphase. Genau dieser Punkt wird nun als Wendepunkt gesehen. Circus startet in die industrielle Serienfertigung mit Celestica als Partner. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, ob aus der Technologie bald verlässliche Auslieferungen und Umsätze werden.
Software, Defence und Expansion
Für Zuversicht sorgt auch der strategische Umbau. Circus positioniert sich als Anbieter eines integrierten „Autonomy Stacks“ aus Hardware, der KI-Software CircusOS und Flottenintelligenz. Das ist mehr als ein Etikettenwechsel. Das Unternehmen will damit weniger als klassischer Hardwareanbieter und stärker als Plattform auftreten.
Besonders viel Beachtung findet die im Frühjahr gestartete Dual-Use-Strategie. Mit der Circus Defence SE und operativen Tätigkeiten an militärischen Standorten erschließt sich das Unternehmen ein zweites Geschäftsfeld neben dem zivilen Gastronomiemarkt. Dieser Bereich soll schon im laufenden Turnus erste spürbare Umsatzbeiträge liefern.
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Die nächsten Termine
Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Wochen. Bis Ende Juni soll der testierte Geschäftsbericht 2025 kommen. Im Juni folgt außerdem das nächste operative Update für das erste Quartal.
Für das dritte Quartal ist die Hauptversammlung geplant, voraussichtlich im August. Dazu kommen die Integration von Alberts und Kitchen Robotics sowie deren regulatorische Zertifizierungen als mögliche Beschleuniger für den Eintritt in Nordamerika.
An der Börse bleibt das Bild trotzdem angespannt. Die Aktie notiert bei 7,01 Euro, nach einem Minus von 7,64 Prozent am Tag. Seit Jahresbeginn liegt sie 41,83 Prozent im Minus und damit weiter klar unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten.
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