Von 0,25 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2025 auf bis zu 55 Millionen Euro in 2026 – die Wachstumsprognose von Circus SE ist außergewöhnlich ambitioniert. Doch der Aktienkurs erzählt eine andere Geschichte: Mit einem Minus von rund 64 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten notiert das Papier nahe seinem 52-Wochen-Tief. Was das Unternehmen jetzt braucht, sind keine weiteren Pilotprojekte, sondern zahlende Dauerkunden.
Drei Partner, ein Ziel
Circus ist nicht untätig. Seit Januar läuft ein Vertrag mit der Bundeswehr zur autonomen Lebensmittelversorgung in ausgewählten Kasernen. REWE testet in Düsseldorf über acht Monate das Konzept „Fresh & Smart“ – eine Entscheidung über eine breitere Integration soll erst nach Auswertung fallen. Ab Sommer 2026 ist zudem eine Lieferung des Kochroboters CA-1 an die Mercedes-Benz Werkskantine in Sindelfingen geplant.
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Flankierend dazu will Circus gemeinsam mit MMV Leasing, einer LBBW-Tochter, hohe Anschaffungskosten in planbare Betriebsausgaben umwandeln. Der Start ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Das Modell könnte die Einstiegshürde für potenzielle Kunden spürbar senken.
Insiderkauf als Zeichen
Auffällig ist, dass Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins Ende Februar Aktien zu 7,26 Euro je Stück zukaufte. Bereits Ende Januar und Anfang Februar gab es weitere Käufe aus dem CEO-nahen Umfeld. Solche Signale aus dem Führungskreis werden vom Markt gerne als Vertrauensbeweis gewertet – den Kursverfall der vergangenen Wochen konnten sie bislang nicht stoppen.
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Alles hängt an der Skalierung
Circus verweist auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Umsatzpotenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Das klingt beeindruckend, ist aber nur dann relevant, wenn aus Pilotphasen tatsächlich skalierbare Auslieferungen werden. Das EBITDA soll 2026 weiter negativ bleiben, zwischen minus 6 und minus 8 Millionen Euro. Zusätzlichen Kapitalbedarf schließt das Unternehmen nicht aus, konkrete Angaben fehlen jedoch.
Die Technologie ist vorhanden, die Partnerschaften sind prominent. Ob die Umsatzprognose für 2026 auch nur annähernd erreicht wird, entscheidet sich in den kommenden Monaten – spätestens wenn die REWE-Pilotauswertung vorliegt und die Mercedes-Benz-Lieferung anlaufen soll.
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