Circus Aktie: Scheinbare Sicherheit?

Trotz deutlicher Käufe von CEO und Verwaltungsrat bleibt die Circus-Aktie unter Druck. Das Quartalsupdate am 16. April muss zeigen, ob Vorbestellungen für den KI-Roboter in echte Umsätze münden.

Circus Aktie
Kurz & knapp:
  • CEO und Verwaltungsratschef kaufen eigene Aktien
  • Entscheidendes Quartalsupdate am 16. April erwartet
  • KI-Kochroboter mit über 8.000 Vorbestellungen
  • Finanzierung über Sale-and-Leaseback-Modell

CEO Nikolas Bullwinkel kauft, der Verwaltungsratschef kauft — und trotzdem zeigt der Kurs seit Jahresbeginn ein Minus von rund 37 Prozent. Bei Circus SE klaffen Managementsignal und Marktreaktion weit auseinander. Am 16. April soll sich zeigen, wer recht behält.

Insider kaufen, Markt zweifelt

Die Insiderkäufe sind dokumentiert. Bullwinkel erwarb Ende März und Anfang April Anteile, sowohl direkt als auch über seine Beteiligungsgesellschaft. Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins war bereits im Februar aktiv und kaufte am 13. März über Xetra zu rund 6,36 Euro je Aktie — ein Investment von gut 15.000 Euro. Klare Bekenntnisse zum eigenen Unternehmen, keine Frage.

Dennoch konnte sich die Aktie nicht stabilisieren. Sie notiert aktuell bei 7,60 Euro, immerhin rund 40 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 5,44 Euro, das Ende März markiert wurde. Vom Jahreshoch bei 22,80 Euro ist sie jedoch weit entfernt.

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Was der 16. April beantworten muss

Der Quarterly Update Call am 16. April ist der operative Prüfstein. Circus hat über 8.000 unverbindliche Vorbestellungen für seinen KI-Kochroboter CA-1 gesammelt — ein theoretisches Potenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Bisher sind daraus 500 feste Bestellungen bei rund 40 Kunden geworden. Wie viele dieser 500 Einheiten bereits in umsatzwirksame Verträge übergegangen sind, bleibt die offene Frage.

Die Umsatzprognose für 2026 liegt bei 44 bis 55 Millionen Euro, der erwartete EBITDA-Verlust bei 6 bis 8 Millionen Euro — eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, die aber substanzielle Auftragskonvertierungen voraussetzt.

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Auf der operativen Seite laufen mehrere Pilotprojekte: Die Bundeswehr testet den CA-1 für autonome Kasernenverpflegung, REWE erprobt ihn in Düsseldorf, und die Mercedes-Benz Gastronomie plant den Einsatz im Werk Sindelfingen ab Sommer 2026. Eine NATO-Zertifizierung eröffnet theoretisch den Zugang zu multinationalen Beschaffungsprogrammen.

Finanzierung über Sale-and-Leaseback

Um Wachstum ohne Kapitalverwässerung zu finanzieren, schloss Circus im März eine Partnerschaft mit der Finexity AG. Über die Anleihe „Circus Robotics I“ wurde ein Sale-and-Leaseback-Modell für sechs CA-1-Einheiten aufgesetzt, das auf ein achtstelliges Volumen ausgebaut werden soll. Parallel prüft das Unternehmen nach eigenen Angaben eine mögliche Kapitalerhöhung.

Gelingt Circus am 16. April der Nachweis, dass aus den Vorbestellungen ein belastbarer Auftragsbestand wird, könnten die Insiderkäufe der vergangenen Wochen als frühe Positionierung vor einem Wendepunkt erscheinen. Bleibt dieser Nachweis aus, dürfte die Kluft zwischen Managementoptimismus und Investorenstimmung vorerst bestehen bleiben.

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