Fast 50 Prozent Wertverlust seit Jahresbeginn, ein 52-Wochen-Tief gestern bei 5,96 Euro — und am Freitag der Anlegertag in München. Für Circus SE verdichten sich die Ereignisse zu einem kritischen Moment. Das Unternehmen muss liefern, was Visionen allein nicht ersetzen können: Belege dafür, dass aus Pilotprojekten echte Umsätze werden.
Der Druck ist in den Zahlen ablesbar. Einem tatsächlichen Umsatz von 0,25 Millionen Euro im Jahr 2025 steht eine Prognose von bis zu 55 Millionen Euro für 2026 gegenüber. Gleichzeitig wies das Unternehmen 2025 einen Betriebsverlust von knapp 15 Millionen Euro aus. Über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Potenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro klingen beeindruckend — in tatsächliche Zahlungsflüsse haben sie sich bislang kaum übersetzt.
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Gastronomie, Rüstung, Leasing — die Baustellen im Überblick
Das Geschäftsmodell ist breit aufgestellt. Die Bundeswehr setzt den Kochroboter CA-1 in Kasernen ein, die ukrainischen Streitkräfte haben ein Abkommen über bis zu 25 Systeme unterzeichnet. REWE testet das Konzept seit der Eröffnung eines Markts in Düsseldorf-Heerdt, für den Sommer 2026 ist der Einsatz in einer Mercedes-Benz-Werkkantine in Sindelfingen geplant. Parallel dazu kündigt Circus für 2026 die Serienfertigung eines KI-Robotik-Systems für den Verteidigungssektor an — inklusive einer zweiten europäischen Produktionsstätte mit einer Zielkapazität von mehr als 10.000 Einheiten jährlich.
Auf der Produktionsseite ist Vorarbeit geleistet: Die Industrialisierung des CA-1 wurde mit Celestica abgeschlossen, die Kapazitäten sind auf eine vierstellige Stückzahl ausgelegt. Ein Leasingmodell mit MMV Leasing, einer LBBW-Tochter, soll die hohen Anschaffungskosten für Kunden in planbare Betriebsausgaben umwandeln. Die Finanzierung ist vorerst gesichert — Ende 2025 flossen rund 30 Millionen Euro von institutionellen Investoren.
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Insider kaufen, Markt wartet ab
Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins kaufte zuletzt Aktien zu 7,26 Euro, weitere Käufe aus dem Führungsumfeld folgten Ende Januar und Anfang Februar. Ein Signal, das Beobachter registrieren — ohne dass es den Abgabedruck bislang gebremst hätte. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von mehr als 54 Prozent spiegelt keine Technologieskepsis wider, sondern Zweifel am Tempo der Kommerzialisierung.
Für 2026 plant Circus ein EBITDA-Minus von 6 bis 8 Millionen Euro — eine für eine frühe Skalierungsphase vertretbare Größenordnung, sofern die Umsatzseite anzieht. Genau das wird am 28. März in München zur Kernfrage: Können Partner wie REWE und Mercedes konkrete Schritte von der Pilotphase zu verbindlichen Kaufverträgen bestätigen, erhält die Prognose erstmals ein greifbares Fundament. Bleibt die Präsentation vage, dürfte der Titel unter Druck bleiben.
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