Der Kochroboter CA-1 hat namhafte Pilotpartner, eine Fertigungskapazität von 6.000 Einheiten pro Jahr — und einen Umsatz von gerade einmal 250.000 Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr. Genau dieser Widerspruch zwischen Ambitionen und Realität macht das Quarterly Update am 16. April zum entscheidenden Moment für die Circus-Aktie.
Vom Pilotprojekt zur Serienreife
Die Anwendungsfälle lesen sich beeindruckend: Die Bundeswehr testet den CA-1 für die autonome Kasernenverpflegung, REWE erprobt das System in Düsseldorf, und die Mercedes-Benz Gastronomie plant den Einsatz im Werk Sindelfingen ab Sommer 2026 — als erstes Unternehmen der Automobilindustrie. Fertigungspartner Celestica produziert die ersten 500 Einheiten.
Der strukturelle Rückenwind ist real: Über 2.900 deutsche Gastronomiebetriebe meldeten 2025 Insolvenz an, ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Personal- und Warenkosten stiegen seit 2022 teils um 40 Prozent. Ein Roboter, der nur eine Stunde menschliche Betreuung täglich benötigt und Personalkosten um bis zu 95 Prozent senken soll, trifft damit auf ein echtes Marktproblem.
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Zwischen 8.000 Vorbestellungen und 40 festen Kunden
Hier liegt der Kern der Unsicherheit. Das Management prognostiziert für 2026 einen Umsatzsprung auf 44 bis 55 Millionen Euro — gestützt auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Volumen von 1,6 Milliarden Euro. Bislang haben sich daraus jedoch nur rund 500 feste Bestellungen von etwa 40 Kunden entwickelt. Auch der REWE-Pilot läuft noch mindestens bis Sommer, möglicherweise bis Herbst — eine Entscheidung über eine Ausweitung fällt frühestens danach.
Immerhin versucht Circus, das Wachstum ohne Verwässerung der Altaktionäre zu finanzieren. Im März 2026 schloss das Unternehmen eine Partnerschaft mit Finexity ab: Über die Anleihe „Circus Robotics I“ erwirbt eine Zweckgesellschaft sechs CA-1-Einheiten zum Stückpreis von 265.000 Euro und verleast diese für sieben Jahre zurück. Der Minibond ist ab 500 Euro zeichenbar, mit einer Verzinsung von 6,0 bis 10,0 Prozent jährlich. Ergänzend besteht seit Januar 2026 eine Leasingpartnerschaft mit der LBBW-Tochter MMV Leasing.
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Insiderkäufe als Zeichen der Überzeugung
CEO Nikolas Bullwinkel und Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins kauften im ersten Quartal 2026 mehrfach Aktien am freien Markt — ein klares Bekenntnis, das ins Bild passt: Die Aktie hat sich vom 52-Wochen-Tief bei 5,44 Euro deutlich erholt und notierte zuletzt bei 8,69 Euro, rund 16 Prozent über dem Stand vom Vortag. Dennoch liegt der Kurs noch immer knapp 62 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Am 16. April präsentiert Circus erstmals konkrete Zahlen zur Konversionsrate der Vorbestellungspipeline. Die Fertigung steht bereit — ob die Vorbestellungen in zahlungswirksame Verträge münden, entscheidet darüber, ob die ambitionierte Umsatzprognose für 2026 mehr als eine Hochrechnung auf dem Papier ist.
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