Eine fertige Fabrik, ein vollautomatisierter Küchenroboter und ein theoretisches Umsatzpotenzial von über 1,6 Milliarden Euro. Dem gegenüber steht ein realer Jahresumsatz von gerade einmal 250.000 Euro. Bei der Circus SE klafft eine gewaltige Lücke zwischen operativer Vision und finanzieller Realität. Nun muss das Management beweisen, dass aus Pilotprojekten echte Zahlungsflüsse entstehen.
Die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Am Freitag markierte das Papier mit 6,16 Euro ein neues 52-Wochen-Tief, was einem herben Verlust von knapp 49 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Anleger bewerten die jüngsten Geschäftszahlen offensichtlich skeptisch, denn einem Betriebsverlust von 14,94 Millionen Euro im Jahr 2025 standen kaum nennenswerte Erlöse gegenüber.
Für das laufende Jahr 2026 ruft der Vorstand allerdings eine ambitionierte Wende aus und peilt Umsätze zwischen 44 und 55 Millionen Euro an. Diese massive Steigerung soll durch den Rollout des autonomen Kochroboters CA-1 sowie lukrative Software-Abonnements gelingen.
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Vom Supermarkt in die Kaserne
Um die hohen Anschaffungskosten für Kunden abzufedern, setzt das Unternehmen auf ein neues Leasingmodell in Zusammenarbeit mit einer LBBW-Tochter. Operativ laufen bereits vielbeachtete Testphasen, unter anderem bei REWE in Düsseldorf und ab Sommer in der Mercedes-Benz-Werkkantine in Sindelfingen. Zudem nutzen die Bundeswehr sowie ukrainische Streitkräfte die Systeme bereits.
Gleichzeitig treibt die Führungsebene eine aggressive Expansion in den Rüstungssektor voran. Neben dem Gastronomie-Geschäft soll eine zweite europäische Produktionsstätte entstehen, um jährlich bis zu 10.000 Einheiten des neuen Militär-Roboters CA-M zu fertigen. Entsprechende Verhandlungen mit NATO-Staaten laufen bereits.
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Kapitalbedarf trifft auf Stichtag
All diese Expansionspläne erfordern frisches Geld. Das Unternehmen prüft derzeit die Aufnahme von zusätzlichem Eigen- oder Fremdkapital, um die Skalierung zu finanzieren.
Ein entscheidender Termin für die weitere Kursentwicklung ist der 28. März. Auf dem Anlegertag in der Münchner Motorworld muss das Management verbindliche Auslieferungszeitpläne und unterschriebene Kaufverträge der Großkunden präsentieren. Gelingen diese Nachweise nicht, dürfte der Abwärtsdruck auf die Aktie mangels fundamentaler Untermauerung der 2026er-Prognose weiter zunehmen.
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