Die Lücke zwischen Versprechen und Beweis wird diese Woche kleiner — oder größer. Am 16. April präsentiert Circus SE beim Quarterly Update Call erstmals konkrete Zahlen zur Konversionsrate seiner Vorbestellungspipeline. Für ein Unternehmen, das 2026 einen Umsatzsprung von 250.000 Euro auf bis zu 55 Millionen Euro ankündigt, ist das kein Routinetermin.
Flankiert wird der Call von den Metzler Small Cap Days am 14. April und der Invest Stuttgart am 17. April — die dichteste Investorenpräsenz seit Monaten.
Prognose braucht Vertragsabschlüsse
Der Auftragsbestand für den KI-Kochroboter CA-1 umfasst aktuell 500 feste Bestellungen bei rund 40 Kunden. Daneben stehen über 8.000 unverbindliche Vorbestellungen mit einem theoretischen Potenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Wie viele davon in verbindliche Aufträge umgewandelt wurden, ist bislang unbekannt — genau das soll der 16. April klären.
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Pilotprojekte laufen bereits: Die Bundeswehr testet den CA-1 für autonome Kasernenverpflegung, REWE erprobt das System in Düsseldorf, Mercedes-Benz plant den Einsatz im Werk Sindelfingen für Sommer 2026. Feste Lieferverträge stehen hinter den meisten Projekten jedoch noch aus. REWE etwa entscheidet frühestens im Sommer — möglicherweise erst im Herbst — über eine Ausweitung nach einer achtmonatigen Testphase.
Ob die Umsatzprognose von 44 bis 55 Millionen Euro für 2026 realistisch ist, hängt also weniger von Produktionskapazität ab. Fertigungspartner Celestica kann bis zu 6.000 Einheiten jährlich liefern. Das Problem liegt anderswo: Aus Testphasen müssen Verträge werden.
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Finanzierung ohne Verwässerung
Um das Wachstum zu finanzieren, geht Circus SE einen ungewöhnlichen Weg. Im März legte das Unternehmen die Anleihe „Circus Robotics I“ auf: Eine Zweckgesellschaft erwirbt sechs Roboter und verleast sie per Sale-and-Leaseback zurück. Der Minibond ist ab 500 Euro zeichenbar und verzinst sich mit 6,0 bis 10,0 Prozent jährlich. Ergänzt wird das Konstrukt durch eine Leasingpartnerschaft mit der LBBW-Tochter MMV Leasing. Eine klassische Kapitalerhöhung prüft das Unternehmen laut eigenen Angaben weiterhin.
CEO Nikolas Bullwinkel und Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins haben im ersten Quartal 2026 über mehrere Wochen hinweg Aktien am freien Markt erworben — zuletzt noch im März. Strukturellen Rückenwind liefert der Markt: 2025 meldeten über 2.900 Gastronomiebetriebe Insolvenz an, ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kostendruck treibt das Interesse an automatisierten Lösungen.
Die Aktie notiert trotz einer Erholung von knapp 34 Prozent in den vergangenen 30 Tagen noch immer rund 62 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 22,80 Euro. Das Papier hat viel Vertrauen verloren — am Mittwoch bekommt es die Chance, es zurückzugewinnen.
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