Fast 50 Prozent im Minus seit Jahresbeginn, der Kurs knapp über dem 52-Wochen-Tief — und trotzdem baut Circus SE gerade an einer neuen Finanzierungsarchitektur. Ob die Bausteine tragfähig sind, entscheidet sich am Freitag.
Anleihe statt Aktienausgabe
Am 17. März vereinbarte Circus SE mit der Finexity AG eine langfristig angelegte Finanzierungspartnerschaft. Der Kern: Finexity übernimmt als Lead Manager die Strukturierung, Platzierung und digitale Abwicklung kapitalmarktbasierter Finanzierungen — und verbindet dabei institutionelle Investoren mit Privatanlegern über die eigene Plattform. Klassische Kapitalerhöhungen, die Bestandsaktionäre verwässern, sollen damit in den Hintergrund treten.
Als erster konkreter Schritt folgte die Emission der Anleihe „Circus Robotics I“. Eine eigens gegründete Zweckgesellschaft erwarb sechs autonome Küchenrobotik-Systeme und verleast diese langfristig an Circus zurück. Die festen Leasingzahlungen bilden die Grundlage für Zins- und Tilgungsleistungen — ein Sale-and-Leaseback-Modell, das Liquidität schafft, ohne neues Eigenkapital auszugeben.
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Prognose trifft auf Pilotprojekte
Für 2026 stellt Circus eine Umsatzprognose von 44 bis 55 Millionen Euro in Aussicht. Die operative Basis dahinter umfasst mehrere laufende Projekte:
- Bundeswehr: CA-1-Einsatz in Kasernen
- Ukrainische Streitkräfte: Abkommen über bis zu 25 Systeme
- REWE: Achtmonatiger Test im „Fresh & Smart“-Markt Düsseldorf-Heerdt
- Mercedes-Benz: Geplanter Einsatz in der Werkkantine Sindelfingen ab Sommer 2026
Die Produktionskapazitäten sind laut Unternehmen auf eine vierstellige Stückzahl ausgelegt, die Industrialisierung des CA-1 mit Partner Celestica abgeschlossen. Das klingt nach Skalierbarkeit — hinter den meisten Projekten stehen bislang jedoch Pilotphasen und Absichtserklärungen, keine verbindlichen Lieferverträge.
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Insider kaufen, Anleger zweifeln
Das Kursgeschehen spricht eine andere Sprache. Die Aktie notiert bei rund 6,04 Euro, knapp über dem 52-Wochen-Tief, und hat seit Jahresbeginn fast die Hälfte ihres Wertes verloren. Aus dem Führungsumfeld kamen zuletzt Kaufsignale: Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins erwarb Ende Februar Aktien zu 7,26 Euro, und die Nikolas Bullwinkel Beteiligungs UG tätigte im März mehrfach Käufe.
Am 28. März präsentiert das Unternehmen beim Anlegertag in der Motorworld München. Liefert das Management dort Belege dafür, dass Partner wie REWE und Mercedes-Benz bereit sind, von Pilotphasen zu verbindlichen Kaufverträgen überzugehen, erhält die Umsatzprognose erstmals ein greifbares Fundament. Bleibt die Präsentation vage, dürfte der Abgabedruck auf den Titel anhalten.
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