Am 28. März 2026 muss Circus SE liefern. Beim Investorentag in der Münchener Motorworld präsentiert das Management erstmals öffentlich den Stand seiner Pilotprojekte — und das vor dem Hintergrund einer Prognose, die kaum Spielraum für Ausreden lässt.
Die Prognose, die alles unter Druck setzt
Die Zahlen für 2025 sind ernüchternd: 250.000 Euro Umsatz, knapp 15 Millionen Euro operativer Verlust. Für 2026 erwartet das Management Erlöse zwischen 44 und 55 Millionen Euro — das wäre das rund 220-Fache des bisherigen Umsatzes. Diese Prognose ruht auf drei Schultern: der laufenden achtmonatigen Testphase mit REWE in Düsseldorf, einem seit Januar 2026 aktiven Bundeswehr-Vertrag zur Kasernenverpflegung sowie einer geplanten Kantineninstallation bei Mercedes-Benz in Sindelfingen ab Sommer 2026.
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Reicht das als Fundament? REWE entscheidet erst nach Abschluss der Testphase und Auswertung der Kundenbefragungen — frühestens im Sommer, möglicherweise erst im Herbst. Die über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Potenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro klingen beeindruckend, haben sich bislang aber kaum in zahlungswirksame Aufträge verwandelt.
Leasing soll Einstiegshürde senken
Um die Marktdurchdringung zu beschleunigen, startet Circus gemeinsam mit MMV Leasing, einer LBBW-Tochter, ein Finanzierungsmodell, das hohe Anschaffungskosten in planbare Betriebsausgaben umwandeln soll. Parallel hat das Unternehmen mit Fertigungspartner Celestica die Produktion der neuesten Robotergeneration aufgenommen. Offen bleibt die Frage nach weiterem Kapital: Eine Wachstumsfinanzierung über Eigen- oder Fremdkapital wird geprüft, ohne dass Umfang oder Zeitpunkt feststehen.
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Der Kapitalmarkt honoriert die Ambitionen bislang nicht. Die Aktie notiert rund 72 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom März 2025 — und damit deutlich unterhalb aller gleitenden Durchschnitte. Immerhin: Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins kaufte zuletzt Aktien zu 7,26 Euro, weitere Käufe aus dem Führungsumfeld folgten Ende Januar und Anfang Februar. Ein Signal, das Marktbeobachter zumindest registrieren.
Was München zeigen muss
Der Investorentag am 28. März ist keine Gelegenheit für neue Visionen, sondern für Belege. Konkrete Auslieferungszahlen, messbare Ergebnisse aus den Piloten, ein glaubwürdiger Pfad von laufenden Tests zu festen Verträgen — das sind die Fragen, die das Publikum in München stellen wird. Gelingt der Nachweis, dass die Pilotprojekte skalieren, stärkt das nicht nur die Prognose, sondern erleichtert auch die Aufnahme weiteren Wachstumskapitals. Gelingt er nicht, dürfte die Skepsis des Kapitalmarkts anhalten.
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