Gute Nachrichten, schlechter Kurs. Circus SE meldet eine ambitionierte Produktionsoffensive, den Einstieg bei der Bundeswehr und neue Militärkunden — und verliert trotzdem 5,4 Prozent an einem einzigen Handelstag. Der Kurs liegt bei 8,93 Euro, gut 60 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Von 16 auf 64 Einheiten pro Monat
Der Kern des Updates ist die geplante Produktionsskalierung. Im ersten Quartal 2026 stellte Circus noch 16 Kochroboter pro Monat her. Bis zum vierten Quartal soll die Kapazität auf 64 Einheiten klettern — eine Vervierfachung. Theoretisch ergibt das rund 304 Roboter im Jahr.
Analysten von mwb research kalkulieren etwas konservativer: Sie erwarten 205 Einheiten für das Gesamtjahr. Derzeit laufen 17 Systeme bei Kunden, der Auftragsbestand liegt bei über 550 Einheiten. Das Verhältnis von Aufträgen zu Produktionskapazität ist das eigentliche Argument für die Skalierung.
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Bundeswehr, Litauen, Ukraine
Circus Defence SE nahm am 15. April ihre KI-Robotik-Technologie auf einem Bundeswehr-Stützpunkt in Betrieb — früher als geplant. Die Bundeswehr ist damit der erste aktive Militärkunde. Hinzu kommt ein gewonnenes Ausschreibungsverfahren für die litauischen Streitkräfte an der NATO-Ostflanke. Die Integration soll noch 2026 starten. Arbeiten für die ukrainische Armee haben ebenfalls begonnen.
Zur Finanzierung des Wachstums platzierte Circus einen ersten Minibond über 1,7 Millionen Euro. Das Papier dient als Pilot für einen Rahmen von bis zu 50 Millionen Euro, strukturiert durch die FINEXITY Group.
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Kursziel 46 Euro, Kurs 8,93 Euro
mwb research bestätigt das Kursziel von 46 Euro und bleibt bei Kaufen. Für 2026 erwartet die Investmentbank einen Umsatz von 55,4 Millionen Euro — am oberen Ende der eigenen Unternehmensprognose. Den Gewinn je Aktie sehen die Analysten 2026 noch bei minus 0,30 Euro, 2027 soll erstmals ein positiver Wert folgen.
Das Kursziel und der aktuelle Kurs liegen weit auseinander. Das dürfte die Diskussion um Bewertung und Umsetzungsrisiken in den kommenden Wochen befeuern. Im zweiten Quartal steht zudem der Abschluss der Übernahme des belgischen Unternehmens Alberts an — ein weiterer Test dafür, ob Circus die laufenden Expansionspläne operativ beherrscht.
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