Fast 20 Prozent Kursgewinn an einem einzigen Tag — und das, während der Gesamtmarkt unter Druck steht. Die Circus-Aktie zieht heute kräftig an, angetrieben von einer neuen Finanzierungsstruktur und einem Terminkalender, der in wenigen Tagen Klarheit über die entscheidende Frage bringen soll: Werden aus Vorbestellungen echte Verträge?
Sale-and-Leaseback als neues Finanzierungsvehikel
Im März 2026 etablierte Circus gemeinsam mit der Finexity AG die Anleihe „Circus Robotics I“. Das Modell dahinter: Eine Zweckgesellschaft erwirbt sechs autonome Küchenroboter und verleast sie im Sale-and-Leaseback-Verfahren langfristig an Circus zurück. Die festen Leasingzahlungen sichern Zins- und Tilgungsleistungen ab. Der Minibond ist ab 500 Euro zeichenbar, verzinst sich mit 6,0 bis 10,0 Prozent jährlich und tilgt 20 Prozent des Nominalbetrags pro Jahr. Perspektivisch könnte daraus ein Finanzierungsprogramm im achtstelligen Bereich entstehen — vorerst bleibt es beim ersten Schritt.
Operativ läuft parallel ein REWE-Pilotprojekt in Düsseldorf, bei dem der Roboter bereits testweise Gerichte für Endkunden zubereitet. Ab Sommer 2026 plant die Mercedes-Benz Gastronomie den Einsatz in der Sindelfinger Werkskantine. REWE wird jedoch erst nach Abschluss der acht Monate dauernden Testphase — also frühestens im Sommer, möglicherweise erst im Herbst — über eine Ausweitung oder Beendigung der Zusammenarbeit entscheiden.
Zwischen 0,25 Millionen und 55 Millionen Euro
Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist erheblich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Circus einen Umsatz von lediglich 0,25 Millionen Euro — ein Rückgang von über 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Betriebsverlust weitete sich auf knapp 15 Millionen Euro aus. Für 2026 prognostiziert das Management dennoch 44 bis 55 Millionen Euro Umsatz, gestützt auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Potenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Hinter den meisten dieser Projekte stehen bislang Pilotphasen und Absichtserklärungen, keine festen Lieferverträge.
Am 16. April präsentiert Circus erstmals konkrete Zahlen zur Konversionsrate der Vorbestellungspipeline. Es ist der erste echte Nachweis, ob die kommerzielle Skalierung über das Stadium von Absichtserklärungen hinauskommt. Gelingen nachweisbare Auftragskonvertierungen, dürften die Insiderkäufe der vergangenen Wochen als frühes Signal gewertet werden. Bleiben sie aus, wächst die Kluft zwischen Management-Optimismus und Markterwartung weiter — trotz aller heutigen Kursfreude.
Circus: Kaufen oder verkaufen?! Neue Circus-Analyse vom 8. April liefert die Antwort:
Die neusten Circus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Circus-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Circus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


