Einem winzigen Jahresumsatz von einer Viertelmillion Euro steht plötzlich eine Umsatzprognose von bis zu 55 Millionen Euro gegenüber. Das KI-Robotikunternehmen Circus SE präsentiert Zahlen, die eine gewaltige Lücke zwischen operativer Gegenwart und den Ambitionen des Managements offenbaren. An der Börse quittieren Anleger dieses Ungleichgewicht mit unmissverständlicher Skepsis.
Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der Entwickler von autonomen Kochrobotern lediglich 0,25 Millionen Euro. Gleichzeitig türmte sich der Betriebsverlust auf knapp 15 Millionen Euro auf. Für 2026 plant das Management nun den großen Sprung: Die Erlöse sollen auf 44 bis 55 Millionen Euro hochschnellen. Langfristig peilt das Unternehmen bis 2028 sogar die Milliardenmarke an.
Der Kapitalmarkt bewertet diese Visionen derzeit äußerst zurückhaltend. Mit einem aktuellen Kurs von 6,52 Euro notiert das Papier meilenweit vom 52-Wochen-Hoch bei 24,20 Euro entfernt. Dieser massive Wertverlust spiegelt die Zweifel der Investoren an der operativen Umsetzbarkeit wider.
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Pilotprojekte als operativer Anker
Die gesamte Umsatzprognose stützt sich fast ausschließlich auf drei zentrale Partnerschaften. Um die Marktzugangshürde für diese und künftige Kunden zu senken, schloss Circus kürzlich eine Leasing-Partnerschaft mit einer LBBW-Tochter. Die aktuellen Hoffnungsträger im Detail:
- Bundeswehr/Ukraine: Abkommen über bis zu 25 Einheiten des autonomen Robotersystems CA-1 für das 3. Armeekorps der Ukraine.
- REWE: Achtmonatige Testphase eines „Fresh & Smart“-Markts in Düsseldorf-Heerdt.
- Mercedes-Benz: Geplanter Einsatz des CA-1 Roboters ab Sommer 2026 zur Automatisierung der Schichtversorgung im Werk Sindelfingen.
Kapitalbedarf trifft auf Insiderkäufe
Als zusätzliche Rückendeckung verweist das Management auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Umsatzpotenzial von 1,6 Milliarden Euro. Allerdings haben sich diese Absichtserklärungen bislang kaum in zahlungswirksame Aufträge verwandelt. Das drückt auf die ohnehin angespannte Liquidität: Das Unternehmen prüft bereits die Aufnahme von zusätzlichem Eigen- oder Fremdkapital.
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Ein kleines Signal der Zuversicht sendet zumindest die Führungsebene. CEO Heins erwarb kürzlich eigene Anteile zu Kursen um 7,26 Euro, nachdem bereits im Januar und Februar Zukäufe aus dem Management-Umfeld gemeldet wurden.
Am 28. März 2026 muss das Management auf dem anstehenden Investorentag in München harte Fakten liefern. Ohne verbindliche Auslieferungspläne für die laufenden Pilotprojekte und eine klare Strategie zur Finanzierung des operativen Betriebs droht der ambitionierte Wachstumsplan an der fehlenden Liquidität zu scheitern.
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