Vier Tage, drei Investorenveranstaltungen — und mittendrin ein Termin, der für Circus SE mehr wiegt als alle anderen zusammen. Am 16. April präsentiert das Hamburger Unternehmen erstmals konkrete Zahlen zur Konversionsrate seiner Vorbestellungspipeline. Für Anleger ist das der eigentliche Test.
Der Kontrast zwischen Anspruch und bisheriger Realität ist erheblich. Das Management prognostiziert für 2026 einen Umsatzsprung auf 44 bis 55 Millionen Euro — gestützt auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Volumen von 1,6 Milliarden Euro. Dem gegenüber stehen die Zahlen aus 2025: 250.000 Euro Umsatz bei einem operativen Verlust von knapp 15 Millionen Euro. Die Kapazität ist vorhanden, Auftragsfertiger Celestica kann bis zu 6.000 Einheiten jährlich produzieren. Was fehlt, sind zahlungswirksame Verträge.
Piloten, noch keine Aufträge
Operativ laufen die Projekte: Die Bundeswehr testet den KI-Kochroboter CA-1 für autonome Kasernenverpflegung, REWE erprobt das System in Düsseldorf, und die Mercedes-Benz Gastronomie plant den Einsatz im Werk Sindelfingen ab Sommer 2026. Hinter den meisten Projekten stehen jedoch noch Testphasen — keine festen Lieferverträge.
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Strukturell spielt der Markt dem Konzept in die Hände. 2025 meldeten über 2.900 Gastronomiebetriebe Insolvenz an, ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kostendruck und sinkende Konsumbereitschaft treiben das Interesse an automatisierten Lösungen. Parallel baut Circus SE mit der Tochtergesellschaft Circus Defence ein zweites Standbein auf, das militärische Verteidigungsbudgets erschließen soll.
Finanzierung ohne Verwässerung
Um das Wachstum zu finanzieren, setzt Circus SE auf ein ungewöhnliches Modell. Im März 2026 schloss das Unternehmen eine Partnerschaft mit der Finexity AG: Über den Minibond „Circus Robotics I“ erwirbt eine Zweckgesellschaft sechs CA-1-Einheiten zum Stückpreis von 265.000 Euro und verleast diese für sieben Jahre zurück. Der Bond ist ab 500 Euro zeichenbar und verzinst sich mit 6,0 bis 10,0 Prozent jährlich. Ergänzend besteht seit Januar eine Leasingpartnerschaft mit der LBBW-Tochter MMV Leasing. Das Modell soll Kunden den Einstieg in die teure Technologie erleichtern — und gleichzeitig wiederkehrende Softwareumsätze generieren.
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Ein weiteres Signal kam aus dem Unternehmen selbst: CEO Nikolas Bullwinkel und Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins haben im ersten Quartal 2026 mehrfach Aktien am freien Markt erworben. Die Aktie notiert aktuell bei 8,93 Euro und hat sich in den vergangenen sieben Tagen um rund 37 Prozent erholt — liegt aber noch immer knapp 61 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Der Quarterly Update Call am 16. April liefert die erste belastbare Antwort auf die entscheidende Frage: Wie viele der 8.000 Vorbestellungen werden zu echten Aufträgen? Die langfristige Prognose — eine Milliarde Euro Umsatz bis 2028 bei einer EBIT-Marge von 30 bis 35 Prozent — steht und fällt mit dieser Konversionsrate.
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