Drei Militärkunden, 8.000 Vorbestellungen, 1,6 Milliarden Euro theoretisches Auftragsvolumen — und im vergangenen Jahr gerade einmal 250.000 Euro Umsatz. Circus SE hat in kurzer Zeit beeindruckende Referenzen gesammelt. Heute zeigt sich, ob daraus ein Geschäftsmodell wird.
Der Quarterly Update Call am 16. April ist kein gewöhnlicher Investorentermin. Erstmals soll das Unternehmen offenlegen, wie viele der zahlreichen Interessensbekundungen in zahlungswirksame Verträge umgewandelt wurden. Piloten laufen, Absichtserklärungen existieren — aber verbindliche kommerzielle Vereinbarungen fehlen noch weitgehend.
Bundeswehr im Echtbetrieb, Litauen folgt
Den Auftakt lieferte gestern eine substanzielle Meldung: Circus Defence SE hat seinen KI-Kochroboter CA-M erstmals auf einem gesicherten Militärstützpunkt in Betrieb genommen — nur drei Monate nach Auftragserteilung, früher als geplant. Die Bundeswehr ist damit der erste aktive Verteidigungskunde überhaupt.
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Es bleibt nicht bei einem Kunden. Die ukrainischen Streitkräfte befinden sich in laufenden Integrationsarbeiten, und der Anfang April gewonnene Ausschreibungszuschlag der litauischen Streitkräfte soll noch 2026 in Vilnius umgesetzt werden — einem NATO-Planungsstandort an der Ostflanke. Das Verteidigungssegment ist für Circus SE strategisch wichtig, weil es die Abhängigkeit vom volatilen Gastronomiesektor reduziert und von steigenden europäischen Rüstungsbudgets profitiert.
500 feste Bestellungen, aber wo sind die Verträge?
Im zivilen Bereich läuft der CA-1 bei REWE in Düsseldorf im Test, Mercedes-Benz Gastronomie plant die Inbetriebnahme im Werk Sindelfingen für Sommer 2026. Der Auftragsbestand umfasst 500 feste Bestellungen bei rund 40 Kunden. Produktionspartner Celestica kann bis zu 6.000 Einheiten jährlich fertigen — die Kapazität ist vorhanden.
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REWEs Entscheidung über einen breiteren Rollout fällt frühestens im Herbst nach achtmonatiger Testphase. Das ist das Kernproblem: Zwischen Pilotbetrieb und skalierendem Umsatz klafft eine Lücke, die das Management für 2026 mit einer Prognose von 44 bis 55 Millionen Euro schließen will — bei einem operativen Verlust von knapp 15 Millionen Euro im Vorjahr.
Finanzierung steht, Konversion entscheidet
Einen Finanzierungsrahmen hat Circus SE bereits gesichert: Ein bis zu 50 Millionen Euro schwerer Rahmenvertrag mit der Plattform FINEXITY soll das Wachstum über mehrere Anleihetranchen absichern. Für 2026 erwartet das Management einen EBITDA-Verlust von 6 bis 8 Millionen Euro — eine deutliche Verbesserung, aber nur tragfähig, wenn aus dem Auftragsbuch substanzielle Umsätze werden.
Rückenwind liefert der Markt: Über 2.900 deutsche Gastronomiebetriebe meldeten 2025 Insolvenz an, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Kostendruck treibt das Interesse an Automatisierung. Was der Update Call heute zeigen muss: Wie viel von diesem Interesse hat Circus SE bereits in harte Zahlen übersetzt.
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