8.000 Vorbestellungen, ein Umsatzpotenzial von 1,1 Milliarden US-Dollar — und ein tatsächlicher Jahresumsatz von 0,25 Millionen Euro. Diese Lücke ist das Kernproblem, mit dem Circus SE ins Jahr 2026 startet.
Der Hamburger KI-Robotik-Entwickler hat in kurzer Zeit bemerkenswerte Partnerschaften aufgebaut: Bundeswehr, REWE, Mercedes-Benz Gastronomie. Noch sind das aber überwiegend Pilotprojekte und Absichtserklärungen. Dem operativen Verlust von rund 15 Millionen Euro für 2025 stehen bislang kaum zahlungswirksame Aufträge gegenüber.
Leasing-Modell soll Kaufhürde senken
Die Antwort des Managements auf das Konvertierungsproblem ist struktureller Natur. Gemeinsam mit MMV Leasing hat Circus eine Finanzierungspartnerschaft geschlossen, die hohe Anschaffungskosten in planbare monatliche Betriebsausgaben umwandelt. Das senkt die Einstiegshürde für potenzielle Kunden spürbar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Circus?
Langfristig setzt Circus auf ein hybrides Erlösmodell: Hardware-Auslieferungen liefern kurzfristige Umsätze, hochmargige SaaS-Gebühren sollen als stabiler Anker wirken. Für 2026 erwartet das Management Erlöse zwischen 44 und 55 Millionen Euro — ausdrücklich „auf Basis bestehender Kunden“. Das EBITDA soll zwischen minus 6 und minus 8 Millionen Euro liegen.
REWE-Pilot und Mercedes als Prüfstein
Der laufende achtmonatige Pilot bei REWE ist dabei der wichtigste Gradmesser. Aktuell sind zwei CA-1-Einheiten in Supermärkten installiert, eine dritte steht kurz vor der Inbetriebnahme. Erste Rückmeldungen zur Profitabilität klingen ermutigend — doch erst nach Abschluss des Pilots soll über eine breitere Integration entschieden werden. REWE betreibt über 6.000 Supermärkte in Deutschland; eine flächendeckende Ausrollung würde Geräteerlöse im dreistelligen Millionenbereich bedeuten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Circus?
Ab Sommer 2026 soll der CA-1 zudem im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen eingesetzt werden. Auf der Produktionsseite hat Circus mit Celestica einen Fertigungspartner mit Präsenz an über 40 Standorten in 16 Ländern gewonnen — die erste Produktionsstätte ist für bis zu 6.000 Einheiten jährlich ausgelegt.
Investor Day als Nagelprobe
Der bevorstehende Investor Day wird zeigen, ob das Management konkrete Lieferzeitpläne und verbindliche Kaufsignale von Partnern wie REWE und Mercedes-Benz vorweisen kann. Gelingt dieser Nachweis, erhält die Umsatzprognose für 2026 eine belastbare Grundlage. Die Aktie notiert aktuell rund 71 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch — der Markt wartet auf Fakten, nicht auf weitere Vorbestellungen.
Circus: Kaufen oder verkaufen?! Neue Circus-Analyse vom 19. März liefert die Antwort:
Die neusten Circus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Circus-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Circus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


