CleanSpark wandelt sich vom reinen Bitcoin-Miner zum Infrastruktur-Anbieter für Künstliche Intelligenz. Das Unternehmen nutzt seine massiven Stromkapazitäten, um neue Geschäftsfelder zu erschließen. Dieser Strategiewechsel weckt das Interesse großer Tech-Konzerne.
Gespräche mit Hyperscalern
Die Investmentbank Needham hob das Kursziel für die Aktie auf 18 US-Dollar an. Der Grund: fortgeschrittene Gespräche mit einem namhaften Cloud-Anbieter über Rechenzentrumskapazitäten. Ein solcher Vertrag würde den Einstieg in das Hochleistungsrechnen (HPC) validieren.
Bisher konzentrierte sich CleanSpark primär auf das Schürfen von Kryptowährungen. Die neue Ausrichtung zielt darauf ab, den Wert der bestehenden Rechenzentren zu optimieren. Das Management will so eine Plattform für verschiedene Rechenlasten schaffen.
Strom als knappe Ressource
Energiekapazität gilt derzeit als größtes Nadelöhr für den Ausbau von KI-Infrastruktur. CleanSpark verfügt über insgesamt 1,8 Gigawatt an Leistung. Davon entfallen allein 890 Megawatt auf Standorte in der Region Houston.
Parallel dazu bereitet das Unternehmen den Standort Sandersville in Georgia für KI-Kunden vor. Die bestehenden Beziehungen zu Energieversorgern verschaffen CleanSpark einen Zeitvorteil gegenüber Wettbewerbern. Hyperscaler suchen händeringend nach sofort verfügbaren Stromanschlüssen.
Marktreaktion und Quartalszahlen
Die Aktie reagierte positiv auf die Expansionspläne und notiert aktuell bei 11,12 Euro. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate legte der Kurs um rund 55 Prozent zu. Am Donnerstag, den 7. Mai, präsentiert das Unternehmen nach US-Börsenschluss seine Quartalszahlen.
Marktbeobachter rechnen mit einem Quartalsumsatz von etwa 152 Millionen US-Dollar. Ein fester Vertrag mit einem finanzstarken Partner könnte die Erlösströme stabilisieren. Damit würde die bisherige Abhängigkeit von den Schwankungen des Bitcoin-Preises deutlich sinken.
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