Der US-Konsumgüterkonzern Clorox hat mit seinen Ergebnissen für das vierte Geschäftsquartal 2026 die Markterwartungen übertroffen und einen positiven Ausblick auf das kommende Jahr gegeben.

Maßgeblich getrieben durch die jüngste Akquisition von GOJO Industries sowie den Abschluss einer wichtigen internen Systemumstellung, zeigt sich das Unternehmen widerstandsfähig. Parallel dazu dürfen sich Aktionäre über eine leichte Anhebung der vierteljährlichen Ausschüttung freuen.

Starke Abschlusszahlen für das Geschäftsjahr 2026

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Clorox einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,66 $. Der Umsatz belief sich in diesem Zeitraum auf 1,95 Milliarden $. Für das gesamte abgelaufene Geschäftsjahr 2026 meldete das Unternehmen einen Nettoumsatz von 6,72 Milliarden $. Während der verwässerte Gewinn je Aktie bei 4,81 $ lag, konnte auf bereinigter Basis ein Wert von 5,53 $ erreicht werden.

Ein zentraler Meilenstein im operativen Geschäft war der Abschluss der Umstellung auf ein neues ERP-System in den USA, die das Unternehmen im Laufe des Geschäftsjahres 2026 vollendete.

Trotz der positiven Ertragszahlen verzeichnete der operative Cashflow einen Rückgang: Dieser lag im Geschäftsjahr 2026 bei 612 Millionen $, nachdem im Vorjahr noch 981 Millionen $ generiert worden waren. Der bereinigte freie Cashflow wurde mit 881 Millionen $ beziffert.

Wachstumsschub durch GOJO-Übernahme erwartet

Für das nun begonnene Geschäftsjahr 2027 zeigt sich das Management ambitioniert. Clorox prognostiziert ein Wachstum des Nettoumsatzes zwischen 13 % und 14 %. Ein erheblicher Teil dieses Zuwachses resultiert aus der Übernahme von GOJO Industries, die laut Unternehmensangaben etwa 9,5 Prozentpunkte zum erwarteten Umsatzplus beisteuern wird. Beim bereinigten Gewinn je Aktie strebt der Konzern für 2027 eine Spanne von 5,70 $ bis 6,00 $ an.

Medienberichten zufolge kündigte Clorox am 31. Juli zudem eine Erhöhung der Quartalsdividende an. Die Ausschüttung steigt von bisher 1,24 $ auf 1,25 $ je Aktie. Die Auszahlung erfolgt am 28. August an jene Aktionäre, die zum Stichtag am 12. August Anteile halten.

Analysten reagieren mit Anpassungen der Kursziele

Die Reaktionen am Kapitalmarkt fielen differenziert aus. Am 4. August passten zahlreiche Analysehäuser ihre Einschätzungen an die neuen Daten an. Die Analysten von RBC Capital Markets senkten ihr Kursziel für die Aktie von 118 $ auf 110 $, behielten jedoch die Einstufung „Sector Perform“ bei. Im Gegensatz dazu hob die Bank UBS ihr Kursziel von 100 $ auf 105 $ an und bestätigte das Rating „Neutral“.

Insgesamt zeigt sich bei den Experten ein gemischtes Bild: Während Häuser wie JPMorgan oder Barclays mit Zielen von 95 $ beziehungsweise 84 $ weiterhin vorsichtig bleiben, sehen andere Institute wie Wells Fargo mit einem Ziel von 102 $ moderates Potenzial. Die Kurszielspanne der jüngsten Aktualisierungen bewegt sich damit in einem Rahmen zwischen 84 $ und 110 $.

An der Börse notiert das Papier derzeit bei 93,76 €, was einem Plus von 1,41 % am heutigen Dienstag entspricht. Damit festigt der Titel seine Position deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt, zu dem aktuell ein positiver Abstand von 10,69 % besteht.