Cloudflare Aktie: 1.100 Stellen gestrichen, KI-Fokus

Cloudflare streicht 1.100 Stellen für KI-Fokus. Die Aktie steigt um über sieben Prozent und nähert sich dem Rekordhoch.

Cloudflare Aktie
Kurz & knapp:
  • Jeder fünfte Job gestrichen
  • Fokus auf KI-Entwicklung
  • Neues Tool für Entwickler
  • Aktie steigt deutlich

Cloudflare baut den Konzern massiv um. Der Cloud-Spezialist streicht jede fünfte Stelle, um Ressourcen für künstliche Intelligenz freizumachen. Anleger reagieren euphorisch auf die Rosskur: Die Aktie springt heute um über sieben Prozent nach oben.

Kahlschlag im mittleren Management

Insgesamt 1.100 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen. Das entspricht rund 20 Prozent der gesamten Belegschaft. Das Management betont, dass dieser Schritt keine Reaktion auf finanzielle Notlagen sei.

Vielmehr geht es um eine strategische Neuausrichtung zur „AI-first“-Organisation. Betroffen sind vor allem die Bereiche Verwaltung, Recht und das mittlere Management. Intern bezeichnet Cloudflare diese Rollen als „Measurer“, also Verwalter.

Parallel dazu stellt das Unternehmen weiterhin „Builder“ und „Sellers“ ein. Damit will der Konzern die technische Entwicklung und den Vertrieb gezielt stärken. Die Kosten für die Umstrukturierung fallen bereits im laufenden zweiten Quartal an.

Neue Werkzeuge für Entwickler

Abseits des Personalabbaus erweitert Cloudflare sein technisches Angebot. Mit „Flagship“ startete diese Woche ein neuer Dienst für die serverlose Plattform Cloudflare Workers. Das Tool ist direkt in die bestehende Infrastruktur integriert.

Entwickler können damit A/B-Tests und schrittweise Code-Veröffentlichungen durchführen. Ein erneutes Aufspielen der Software ist dafür nicht mehr nötig. Das vereinfacht den Arbeitsalltag für Unternehmenskunden in dem globalen Netzwerk erheblich.

Aktie nähert sich Rekordmarken

Der Markt feiert den Fokus auf Effizienz und technisches Wachstum. Die Aktie notiert aktuell bei 193,20 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus damit auf über 15 Prozent.

Die Bewertung bleibt im Branchenvergleich jedoch anspruchsvoll. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit 88,3 Punkten eine stark überkaufte Situation. Die Volatilität der vergangenen 30 Tage liegt bei hohen 90 Prozent.

Anleger achten nun darauf, wie schnell sich die operativen Margen durch den Stellenabbau verbessern. Ein technischer Widerstand wartet am 52-Wochen-Hoch bei rund 219 Euro.

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Über Felix Baarz 4804 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.