Die Cloudflare-Aktie geriet zuletzt unter Druck und verlor binnen weniger Tage rund 17 Prozent an Wert. Aktuell notiert der Titel bei 160,19 Dollar. Doch während die Börse nervös reagiert, setzt das Unternehmen einen technologischen Meilenstein, der die Branche aufhorchen lässt.
Insider-Verkäufe im großen Stil
Zwischen dem 19. und 23. Februar verkaufte Michelle Zatlyn, Präsidentin und Co-Vorsitzende des Vorstands, insgesamt 82.641 Aktien. Die Transaktionen erfolgten im Rahmen eines vorher festgelegten Handelsplans nach Regel 10b5-1 zu durchschnittlichen Preisen zwischen 172,07 und 193,71 Dollar. Unterm Strich erlöste Zatlyn damit rund 15,9 Millionen Dollar – ein beachtlicher Betrag, der angesichts der zeitgleichen Kursschwäche für zusätzliche Unsicherheit sorgte.
Parallel dazu wandelte Zatlyn am selben Tag 76.923 Aktien der Klasse B in Stammaktien der Klasse A um. Solche Insider-Transaktionen werden von Marktteilnehmern stets genau beobachtet, auch wenn sie im Rahmen vorab definierter Pläne stattfinden.
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Weltweit erste quantensichere SASE-Plattform
Deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient jedoch eine technologische Entwicklung, die Cloudflare am 23. Februar verkündete: Das Unternehmen integrierte als erster Anbieter weltweit moderne Post-Quantum-Verschlüsselung in seine gesamte Secure Access Service Edge-Plattform (SASE). Damit erweitert Cloudflare den Schutz seiner Kunden gegen künftige Bedrohungen durch Quantencomputer – und das ohne zusätzliche Kosten.
Die neue Verschlüsselung deckt nun auch Wide Area Networking mit Cloudflare IPsec und der Cloudflare One Appliance ab. Bereits 2025 hatte das Unternehmen eine quantensichere Secure Web Gateway-Lösung eingeführt, nun ist das SASE-Ökosystem komplett geschützt. Die Gefahr ist real: Sogenannte „Harvest now, decrypt later“-Angriffe zielen darauf ab, heute verschlüsselte Daten abzufangen, um sie später mit leistungsfähigen Quantencomputern zu entschlüsseln. Das National Institute of Standards and Technology fordert daher eine Modernisierung der Verschlüsselungsstandards bis 2030.
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Starkes Wachstum trifft auf Bewertungsfragen
Operativ läuft es bei Cloudflare weiterhin rund. Im vierten Quartal 2025 wuchsen die Erlöse um 34 Prozent im Jahresvergleich, die verbleibenden Leistungsverpflichtungen stiegen um 48 Prozent. Besonders bemerkenswert: Der jährliche Vertragswert legte um rund 50 Prozent zu – ein Zeichen dafür, dass Großkunden dem Unternehmen vertrauen.
Die Analysten reagieren unterschiedlich: Baird stufte die Aktie auf „Outperform“ hoch und verwies auf das starke Wachstum beim jährlichen Vertragswert. TD Cowen bekräftigte sein „Buy“-Rating und hob die robusten Quartalsergebnisse sowie KI-getriebene Wachstumstreiber hervor. Barclays erhöhte das Kursziel sogar auf 250 Dollar. Cantor Fitzgerald bleibt hingegen bei „Neutral“ und sieht trotz des beeindruckenden Wachstums Bewertungsrisiken.
Laut InvestingPro erscheint die Aktie im Verhältnis zu ihrem fairen Wert überbewertet – ein Aspekt, der zur jüngsten Kursschwäche beigetragen haben dürfte. Die Kombination aus technologischer Innovation und solidem Wachstum steht einem anspruchsvollen Bewertungsniveau gegenüber. Anleger dürften nun genau beobachten, ob die Quantensicherheit zum echten Differenzierungsmerkmal wird oder ob die Bewertungsfragen kurzfristig schwerer wiegen.
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