Zwei Upgrades innerhalb von 24 Stunden — das ist selbst für einen Dauerbrenner wie Coca-Cola ungewöhnlich. Morgan Stanley und Jefferies haben ihre Einschätzungen gleichzeitig angehoben, und der Auslöser ist nicht das klassische Kerngeschäft mit Softdrinks, sondern eine Marke, die viele Anleger bislang kaum auf dem Radar hatten: Fairlife.
Fairlife als unterschätzter Wachstumsmotor
Jefferies erhöhte sein Kursziel von 87 auf 90 US-Dollar und bestätigte die Kaufempfehlung. Morgan Stanley stufte die Aktie auf Overweight hoch und nannte sie die bevorzugte Auswahl im nordamerikanischen Konsumgütersektor — mit einem Kursziel von 87 US-Dollar.
Im Mittelpunkt beider Analysen steht Fairlife, Coca-Colas Linie laktosefreier Milch- und Proteinprodukte. Die Marke profitiert von einem strukturellen Trend: Verbraucher greifen zunehmend zu proteinreichen Getränken. Fairlife gewinnt dabei Marktanteile, gestützt durch ein proprietäres Filtrationsverfahren und das globale Vertriebsnetz des Konzerns. Morgan Stanley bezeichnete die Marke als unterbewertetes Asset im Konzernportfolio.
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Preissetzungsmacht in einem inflationären Umfeld
Neben dem Protein-Wachstum hebt Morgan Stanley Coca-Colas Fähigkeit hervor, Preiserhöhungen durchzusetzen, ohne nennenswerte Volumenverluste zu erleiden. In einem inflationären Umfeld, das durch geopolitische Unsicherheiten weiter angeheizt wird, gilt das als struktureller Vorteil gegenüber Lebensmittelherstellern und Haushaltsgüterproduzenten.
Für 2026 erwartet Morgan Stanley ein Gewinnwachstum von 5 bis 6 Prozent auf währungsbereinigter Basis, getragen von 4 bis 5 Prozent organischem Umsatzwachstum. Die Bank hält diese Prognose sogar für konservativ — und rechnet damit, dass Coca-Cola die eigene Guidance übertreffen wird.
Die Zahlen aus 2025 stützen diesen Optimismus: Das organische Umsatzwachstum lag bei 5 Prozent, das vergleichbare währungsbereinigte Betriebsergebnis stieg um 13 Prozent, und der freie Cashflow belief sich auf 11,4 Milliarden US-Dollar.
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CEO-Wechsel und Jahrestreffen als nächste Wegmarken
Die Upgrades fallen in eine Phase des Übergangs. Am 31. März übernimmt Henrique Braun das Amt des CEO von James Quincey, der als Executive Chairman im Unternehmen bleibt. Braun war zuvor als Chief Operating Officer tätig und bringt umfangreiche internationale Erfahrung mit — Analysten werten den Wechsel als geordnete Staffelübergabe, nicht als strategischen Kurswechsel.
Am 29. April findet die virtuelle Hauptversammlung statt. Bis dahin dürfte vor allem die Frage im Vordergrund stehen, wie Braun die Wachstumsstrategie rund um Fairlife und die Preissetzungsmacht in seiner ersten Amtsphase kommuniziert.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 11 Prozent zugelegt und damit den schwächelnden S&P 500 deutlich hinter sich gelassen — ein Vorsprung, der die gestiegene Nachfrage nach defensiven Titeln mit echtem Wachstumspotenzial widerspiegelt.
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