Coca-Cola steckt in einem Dilemma. 2018 kaufte der Getränkeriese die britische Kaffeehauskette Costa Coffee für stolze 5 Milliarden Dollar – ein Schlüsselzug im Kampf um den lukrativen Kaffeemarkt. Jetzt deutet alles auf einen Notverkauf hin, der dem Konzern einen Milliardenverlust bescheren könnte.
Verkaufspläne nehmen Fahrt auf
Laut aktuellen Berichten prüft Coca-Cola zusammen mit der Investmentbank Lazard strategische Optionen für Costa Coffee. Im Raum steht ein Verkauf an Private-Equity-Firmen oder andere Interessenten. CEO James Quincey hatte bereits im Juli eingeräumt, dass die Investition in Costa nicht die erwarteten Ergebnisse gebracht habe.
Besonders brisant: Analysten schätzen, dass Costa bestenfalls noch die Hälfte des ursprünglichen Kaufpreises wert sein könnte. Das würde einen Verlust von rund 2,5 Milliarden Dollar bedeuten – ein herber Rückschlag für die ehrgeizige Diversifizierungsstrategie.
Marktreaktion bleibt verhalten
Die Börse reagierte zunächst gelassen auf die Spekulationen. Verstärkt wurden die Kursgewinne durch unbestätigte Berichte, wonach Coca-Cola in den USA künftig auf Rohrzucker setzen könnte – eine Behauptung des ehemaligen Präsidenten Trump, die das Unternehmen bislang nicht bestätigt hat.
Die Costa-Übernahme sollte Coca-Cola ursprünglich gegen Konkurrenten wie Starbucks positionieren und den Sprung in das Heißgetränke-Segment ermöglichen. Ein Verkauf mit Verlust würde jedoch eine strategische Kehrtwende bedeuten und die Rückbesinnung auf das Kerngeschäft signalisieren.
Entscheidung im Herbst erwartet
Erste Angebote sollen im Herbst vorliegen. Investoren werden die Entwicklung genau verfolgen – zumal die jüngsten Quartalszahlen bereits Schwächen offenbarten. Trotz höherer Preise sank das globale Verkaufsvolumen um ein Prozent. Die nächsten Quartalszahlen, die für Oktober erwartet werden, dürften weitere Klarheit über die strategische Ausrichtung bringen.
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