Rothschild & Co Redburn hat das Kursziel für Coca-Cola am Freitag von 92 $ auf 97 $ angehoben. Damit folgt eine weitere positivere Bewertung auf die Quartalszahlen und den erhöhten Jahresausblick des Unternehmens. Für Anleger liegt der Schwerpunkt auf der Verbindung zwischen besseren Geschäftszahlen und höheren Zielmarken – nicht auf einer neuen operativen Meldung.
Weitere Kurszielanhebung nach den Zahlen
Medienberichten zufolge hatte bereits TD Cowen am Mittwoch sein Kursziel von 100 $ auf 104 $ erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt. Die Zielmarke liegt damit über der jüngsten Einschätzung von Rothschild & Co Redburn. Beide Häuser korrigierten ihre Erwartungen nach oben, setzen aber unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe an.
Weitere Analystenhäuser erhöhten am Mittwoch ebenfalls ihre Kursziele und hielten an ihren positiven Einstufungen fest. Die Richtung der Anpassungen war damit einheitlich. Daraus folgt allerdings keine einheitliche Erwartung an den künftigen Aktienkurs: Kursziele bleiben Einschätzungen der jeweiligen Häuser und sind keine vom Unternehmen zugesicherten Ergebnisse.
Umsatz und Ergebnis legen zu
Coca-Cola meldete am 27. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Nettoumsatz von 13,4 Milliarden $. Das entsprach einem Wachstum von 7 %. Die Zahlen liefern den operativen Hintergrund für die anschließenden Neubewertungen durch die Analysten.
Der Umsatzanstieg stand dabei nicht allein. Auch beim vergleichbaren Ergebnis je Aktie verzeichnete Coca-Cola einen Zuwachs. Für die Einordnung der Kurszielanhebungen ist das wichtig: Die positive Entwicklung beschränkte sich nicht auf die Erlösseite.
Das vergleichbare Ergebnis je Aktie erreichte 0,91 $ und lag damit 11 % höher. Coca-Cola verband die Veröffentlichung zudem mit einem angehobenen Jahresausblick. Die Analystenreaktionen folgten somit auf bessere Geschäftszahlen und höhere Erwartungen des Unternehmens selbst.
Höherer Ausblick als entscheidender Maßstab
Für 2026 erwartet Coca-Cola beim vergleichbaren Ergebnis je Aktie nun mindestens 11 % Wachstum. Zuvor hatte das Unternehmen einen Zuwachs von 9–10 % in Aussicht gestellt. Aus einer Wachstumsspanne wurde damit eine höhere Mindestvorgabe.
Auch die Erwartung an den freien Mittelzufluss stieg. Dieser zweite Teil der Prognoseanhebung ergänzt den Ergebnisausblick und erweitert die Grundlage für die Bewertung des Geschäftsjahres.
Beim freien Cashflow rechnet Coca-Cola für 2026 mit mindestens 13,0 Milliarden $ statt zuvor ungefähr 12,4 Milliarden $. Die jüngste Kurszielanhebung unterstreicht die positive Reaktion auf diesen Ausblick. Der entscheidende Prüfstein bleibt jedoch die Geschäftsentwicklung: Coca-Cola muss die höheren eigenen Erwartungen erfüllen, damit die optimistischeren Bewertungen operativ untermauert werden.
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