Coca-Cola krempelt sein Sortiment um. Der Getränkegigant zieht sich aus dem Tiefkühlgeschäft zurück und setzt auf andere Wachstumsfelder. Gleichzeitig stehen die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025 unmittelbar bevor – erwartet werden sie am 10. Februar. Die Frage ist: Reicht die Neuausrichtung, um die Erwartungen zu erfüllen?
Rückzug aus dem Tiefkühlsegment
Am 5. Februar 2026 gab das Unternehmen bekannt, dass es seine gefrorenen Produkte in den USA und Kanada einstellt. Dazu gehört auch die bekannte Minute Maid Frozen-Linie. Der Grund: veränderte Verbraucherpräferenzen. „Wir reagieren auf die verschobenen Präferenzen der Konsumenten“, erklärte ein Unternehmenssprecher. Die Tiefkühlprodukte werden im ersten Quartal 2026 aus dem Sortiment genommen, solange der Vorrat in den Geschäften noch reicht.
Stattdessen konzentriert sich Coca-Cola auf Bereiche, die stärker wachsen. Die Saftkategorie zeige robuste Zuwächse, heißt es aus dem Unternehmen. Zudem setzt der Konzern verstärkt auf zuckerfreie Getränke und Premium-Produkte wie die Fairlife-Milch. In einem schwierigen Konsumumfeld mit wachsenden regulatorischen Anforderungen will Coca-Cola damit punkten.
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Analysten erwarten solide Zahlen
RBC Capital bekräftigte vor den anstehenden Quartalszahlen seine Outperform-Bewertung mit einem Kursziel von 78 Dollar. Die Investmentbank rechnet mit einem „unkomplizierten Zahlenwerk“ – sprich: Das Unternehmen dürfte die Konsenserwartungen erfüllen. Für 2026 wird ein Gewinn je Aktie von 2,99 Dollar prognostiziert, nachdem im vergangenen Jahr 3,02 Dollar erreicht wurden.
Die Aktie hat zuletzt deutlich zugelegt – um rund 15 Prozent in den vergangenen vier Wochen. Sie notiert aktuell bei 78,80 Dollar und damit nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 78,86 Dollar. RBC sieht Coca-Cola als „sicheren Hafen“ in einem volatilen Marktumfeld. Anleger hätten sich verstärkt defensiven Titeln zugewandt.
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Allerdings warnt die Investmentbank vor einem ungewöhnlichen Muster der Quartalsergebnisse im Jahresverlauf 2026 – bedingt durch unterschiedliche Verkaufstage im Kalender. Die Bruttomarge liegt bei starken 61,6 Prozent.
Neue Führung und regulatorische Herausforderungen
Im Dezember 2025 ernannte Coca-Cola mit Henrique Braun einen internen Kandidaten zum neuen CEO, der 2026 das Ruder übernimmt. Unter seiner Führung muss das Unternehmen nicht nur das Produktportfolio weiterentwickeln, sondern auch mit einem härteren regulatorischen Umfeld zurechtkommen. Die Trump-Administration plant etwa, Amerikanern zu empfehlen, die Zuckeraufnahme auf maximal 10 Gramm pro Mahlzeit zu begrenzen – eine Maßnahme, die Coca-Colas klassische Produkte direkt betrifft.
Zudem bereitet der Konzern die Einführung einer Rohrzucker-Version seiner Marken-Cola in Glasflaschen in den USA vor. In Märkten wie Indien und China kämpft das Unternehmen mit einer Verschiebung zu lokalen Produkten, die im Oktober 2025 von Führungskräften thematisiert wurde.
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