Coca-Cola geht mit Rückenwind ins Wochenende. Die Aktie hat den breiten Markt in diesem Jahr deutlich übertroffen, die Dividende wurde erneut angehoben — und zum Monatsende übernimmt ein neuer CEO das Ruder. Für einen Konsumgüterkonzern ist das ungewöhnlich viel Bewegung auf einmal.
Starke Zahlen, stabiler Ausblick
Rund 11 Prozent Kursgewinn seit Jahresbeginn — während der S&P 500 im gleichen Zeitraum leicht ins Minus gerutscht ist. Diese Outperformance hat fundamentale Gründe. Das organische Umsatzwachstum lag im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2025 jeweils bei 5 Prozent. Der freie Cashflow erreichte 11,4 Milliarden Dollar, bereinigt um eine Zahlung im Zusammenhang mit der Fairlife-Akquisition.
Für 2026 erwartet das Management ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent sowie ein währungsbereinigtes EPS-Wachstum von 5 bis 6 Prozent. Der freie Cashflow soll auf rund 12,2 Milliarden Dollar steigen — ein Plus von etwa 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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BofA Securities bestätigte am Dienstag das Kaufvotum mit einem Kursziel von 88 Dollar. Die Reaktion des Marktes fiel entsprechend ruhig aus: ein minimales Intraday-Plus von 0,16 Prozent — eher Bestätigung als Überraschung.
Führungswechsel und neue Prioritäten
Am 31. März übernimmt Henrique Braun das CEO-Amt von James Quincey, der als Chairman im Unternehmen bleibt. Braun, seit fast drei Jahrzehnten bei Coca-Cola, hat klare operative Prioritäten benannt: schnellere Markteinführung neuer Produkte, bessere Integration des Marketings an den tatsächlichen Kaufpunkten und die weitere Digitalisierung des Gesamtsystems.
Gleichzeitig schafft das Unternehmen eine neue Rolle: einen Chief Digital Officer. Sedef Salingan Sahin, derzeit Präsidentin der Eurasia- und Nahost-Einheit, übernimmt diesen Posten ebenfalls Ende März.
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Gegenwind bleibt nicht aus
Das Bild ist nicht ohne Schatten. Wechselkurseffekte belasteten das vergleichbare EPS 2025 um rund fünf Prozentpunkte. Geplante Desinvestitionen — darunter der Verkauf von Coca-Cola Beverages Africa — dürften den 2026er Umsatz um etwa vier Punkte und das EPS um rund einen Punkt drücken. Eine neue Verbrauchsteuer in Mexiko erhöht den Preisdruck in einem wichtigen lateinamerikanischen Markt.
Das Management räumte zudem ein, dass Innovationsgeschwindigkeit und Markterfolgsquoten — besonders bei jüngeren Konsumenten — noch hinter den eigenen Zielen zurückbleiben.
Die Aktie wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 26 bewertet. Die Nettoverschuldung liegt bei 1,6x EBITDA und damit deutlich unterhalb der angestrebten Zielspanne von 2,0 bis 2,5x — ein Zeichen für die finanzielle Stabilität, auf der Braun ab dem 1. April aufbauen kann.
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