Heute läuft eine wichtige Frist ab: Anleihegläubiger der übernommenen New Gold Inc. müssen sich entscheiden, ob sie ihre Papiere zu den attraktiveren Konditionen in neue Coeur-Anleihen tauschen — oder auf das Grundangebot ohne Prämie warten.
Die Konditionen im Detail
Die Übernahme von New Gold, die am 20. März 2026 abgeschlossen wurde, löste eine Change-of-Control-Klausel für bestehende Anleihen im Volumen von 400 Millionen US-Dollar aus. Um eine sofortige Rückzahlungspflicht zu vermeiden, bietet Coeur einen Tausch in neue eigene Schuldtitel an.
Wer bis heute, dem 3. April, einreicht, erhält 950 US-Dollar in neuen Anleihen plus eine Prämie von 50 US-Dollar und 2 US-Dollar in bar — je 1.000 US-Dollar Nennwert. Nach Ablauf der Frist entfällt die Prämie. Die Abwicklung ist für den 22. April geplant.
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Parallel dazu holt Coeur die Zustimmung der Gläubiger ein, um die bestehenden Anleihebedingungen grundlegend zu ändern: Nahezu alle Schutzklauseln sowie bestimmte Kündigungsgründe sollen gestrichen werden. Dafür ist die Zustimmung einer Mehrheit der ausstehenden Nennbeträge erforderlich.
Zacks mit deutlicher Herabstufung
Ausgerechnet an diesem Tag kommt ein unerwünschtes Signal aus der Analystengemeinschaft. Zacks Research stufte die Aktie von „Hold“ auf „Strong Sell“ herab — eine der schärfsten verfügbaren Einstufungen. Das steht im klaren Widerspruch zu anderen jüngsten Einschätzungen: ATB Cormark Capital Markets hob Coeur Ende März auf „Moderate Buy“ an, und Roth Capital behielt sein Kaufvotum bei, senkte aber das Kursziel von 29 auf 24 US-Dollar — mit Verweis auf gesunkene Gold- und Silberpreise.
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Ambitionierte Produktionsziele trotz Gegenwind
Operativ hat sich das Unternehmen durch die New-Gold-Übernahme erheblich vergrößert. Für 2026 plant Coeur eine Produktion von 680.000 bis 815.000 Unzen Gold, 18,7 bis 21,9 Millionen Unzen Silber sowie 50 bis 65 Millionen Pfund Kupfer — inklusive neun Monaten Beitrag aus zwei neuen kanadischen Minen.
Die Refinanzierung stützt sich auf eine neue revolvierende Kreditlinie über eine Milliarde US-Dollar, mehr als doppelt so viel wie die bisherige Fazilität. Ergänzend dazu genehmigte der Vorstand ein erweitertes Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen US-Dollar sowie eine halbjährliche Dividende von 0,02 US-Dollar je Aktie, erstmals fällig im Juni.
Das Ergebnis je Aktie für das erste Quartal 2026 wird am 6. Mai erwartet — Analysten rechnen mit 0,51 US-Dollar. Ob die Integration des nun sieben Minen umfassenden Portfolios bis dahin reibungslos läuft, hängt nicht zuletzt vom Ausgang der heutigen Anleihegläubigerabstimmung ab.
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