Coinbase erweitert sein Angebot massiv. Die Börse listet neue Token und baut die Infrastruktur aus. Die Aktie rutscht trotzdem ab. Ein schwacher Quartalsbericht des Konkurrenten Robinhood zieht den Sektor nach unten.

Schwacher Kryptomarkt bremst Kurse

Bei Robinhood brachen die Krypto-Einnahmen um 47 Prozent ein. Das weckt Sorgen über die Aktivität der Privatanleger. Coinbase verlor am Mittwoch acht Prozent. Die Aktie schloss bei 154,12 Euro.

Auf Wochensicht steht ein Minus von rund elf Prozent. Analysten beobachten einen strukturellen Rückgang bei den Handelsumsätzen. Dezentrale Börsen nehmen den etablierten Plattformen zunehmend Marktanteile ab. Der Relative-Stärke-Index der Coinbase-Aktie liegt aktuell bei 29. Kurz gesagt: ein überverkaufter Zustand.

Neue Token und strategischer Umbau

Das Management treibt parallel dazu den Ausbau der Plattform voran. Am heutigen Donnerstag startete der Handel für den neuen Token MegaETH. Am 1. Mai folgt Wrapped Ronin für den Spothandel. Coinbase will sich unabhängiger vom reinen Kryptohandel machen.

Der Anteil der Handelsgebühren am Gesamtumsatz sank bis Ende 2025 auf etwa 55 Prozent. Eine neue Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister Nium soll den Tausch von Stablecoins in klassische Währungen erleichtern. Ein juristisches Problem bremst die Euphorie. Die New Yorker Generalstaatsanwältin klagt wegen möglicher Glücksspielverstöße gegen die Prognosemärkte der Börse.

Am 7. Mai präsentiert Coinbase seine Zahlen für das erste Quartal. Der Bericht liefert konkrete Daten zum Fortschritt der geplanten Finanzplattform. Investoren erwarten Details zur weiteren Umsatzentwicklung abseits der klassischen Handelsgebühren.