Das vierte Quartal 2025 verlief für Coinbase enttäuschend. Während verfehlte Gewinnerwartungen und sinkende Handelsvolumina auf die Stimmung drücken, treibt das Unternehmen im Hintergrund eine massive Transformation voran. Ein historischer Deal mit dem Versicherungsgiganten Aon zeigt, wie sich die Krypto-Börse zunehmend als unverzichtbare Infrastruktur für die traditionelle Finanzwelt positioniert.
Brückenschlag zur Wall Street
Die jüngste Kooperation mit dem Versicherungsmakler Aon markiert einen Meilenstein. Erstmals wurden Versicherungsprämien über regulierte Stablecoins wie USDC abgewickelt. Für die Branche bedeutet dies einen enormen Effizienzgewinn, da langwierige Banküberweisungen durch minutenschnelle Blockchain-Transaktionen ersetzt werden. Dieser Schritt untermauert die Strategie von Coinbase, sich von einer reinen Krypto-Handelsplattform zu einem grundlegenden Dienstleister für institutionelle Akteure zu wandeln. Auch die Ernennung zum Verwahrer für den Bitcoin-ETF von Morgan Stanley passt genau in dieses Bild.
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Die „Everything Exchange“-Vision
Um die Abhängigkeit vom volatilen Kryptomarkt zu verringern, baut das Management das Angebot konsequent aus. Seit Ende Februar können US-Kunden rund um die Uhr provisionsfrei Aktien und ETFs handeln. Zusammen mit dem Einstieg in Prognosemärkte durch die Kalshi-Partnerschaft verschwimmen die Grenzen zwischen traditionellem Finanzmarkt und Krypto-Sektor zusehends. An der Börse wird dieser Umbau honoriert: Trotz eines schwachen Jahresstarts mit einem Minus von rund 15 Prozent kletterte die Aktie in den vergangenen 30 Tagen um beachtliche 32,5 Prozent auf zuletzt 171,02 Euro. Ein Treffen zwischen CEO Brian Armstrong und US-Präsident Donald Trump Anfang März sorgte zusätzlich für politischen Rückenwind.
Schwache Zahlen, starkes Abo-Geschäft
Die fundamentale Realität sieht kurzfristig jedoch trüber aus. Im Schlussquartal 2025 verfehlte Coinbase mit einem bereinigten Gewinn von 0,66 US-Dollar pro Aktie die Analystenschätzungen von 1,05 US-Dollar deutlich. Ein Nettoverlust von 667 Millionen US-Dollar resultierte primär aus nicht realisierten Buchverlusten im Krypto-Portfolio. Die Transaktionserlöse schrumpften im Zuge eines schwächeren Gesamtmarktes. Einen Lichtblick lieferte hingegen das Abonnement- und Servicegeschäft. Mit 727,4 Millionen US-Dollar steuerte dieses Segment bereits 43 Prozent zum Nettoumsatz bei und beweist, dass die Diversifikation erste Früchte trägt.
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Nach den gemischten Quartalszahlen zeigen sich Analysten uneins über die weitere Kursentwicklung. Die Kursziele wurden aufgrund der verhaltenen Prognosen teilweise spürbar nach unten korrigiert:
- Bernstein: Bestätigt „Outperform“ mit einem Kursziel von 440 US-Dollar.
- Canaccord: Behält die Kaufempfehlung, senkt das Ziel jedoch von 400 auf 300 US-Dollar.
- Allgemeine Spanne: Die aktuellen Analysten-Ziele bewegen sich in einem breiten Korridor zwischen 150 und 440 US-Dollar.
Für das laufende erste Quartal 2026 peilt das Management nun Abo- und Serviceumsätze zwischen 550 und 630 Millionen US-Dollar an. Mit der frisch gesicherten MiCA-Lizenz in Europa und der Registrierung in Großbritannien treibt Coinbase die internationale Expansion parallel weiter voran. Der Erfolg dieser Infrastruktur-Wette hängt nun davon ab, wie schnell institutionelle Kunden die neuen Stablecoin- und Verwahrungsdienste in ihren regulären Geschäftsbetrieb integrieren.
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