Die Krypto-Börse Coinbase drückt bei der europäischen Expansion aufs Tempo und bringt neue Derivate-Produkte auf den Markt. Während das Management damit neue Einnahmequellen erschließt, reagiert die Wall Street zurückhaltend. Gleich mehrere Großbanken haben ihre Erwartungen für den Handelsplatz nach unten korrigiert.
Verantwortlich für die gedämpfte Stimmung sind neue Einschätzungen von Instituten wie Barclays, JPMorgan und Benchmark. Die Experten senkten ihre Kursziele und verweisen auf eine spürbare Abkühlung bei den Handelsaktivitäten der Privatanleger. Hinzu kommen anhaltende makroökonomische Belastungen durch das hohe Zinsniveau, die das Volumen branchenweit drücken. Diese Skepsis der Analysten spiegelt sich auch in der jüngeren Kursentwicklung wider: Am Donnerstag schloss das Papier bei 167,52 Euro und verbucht damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut 17 Prozent.
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Offensive auf dem europäischen Markt
Um der Abhängigkeit vom reinen Kassageschäft entgegenzuwirken, hat das Unternehmen in dieser Woche regulierte Krypto- und Aktienindex-Futures in 26 europäischen Ländern eingeführt. Nutzer in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden können nun Derivate auf Bitcoin und Solana handeln. Ein neues Produkt kombiniert dabei große Technologieaktien mit digitalen Vermögenswerten. Über eine MiFID-lizenzierte Gesellschaft bietet die Plattform diese Instrumente mit einem Hebel von bis zu zehn an, um den europäischen Regulierungsstandards zu entsprechen.
Regulatorisches Umfeld im Wandel
Abseits des operativen Geschäfts sieht sich das Management mit Kritik an seiner politischen Arbeit konfrontiert. CEO Brian Armstrong wies am Mittwoch Vorwürfe zurück, Coinbase habe sich in Washington gegen Steuerbefreiungen für kleine Bitcoin-Transaktionen eingesetzt, um den hauseigenen Stablecoin USDC zu schützen. Das Unternehmen betonte, man setze sich bereits seit 2017 für Steuererleichterungen bei allen digitalen Assets ein.
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Gleichzeitig ordnen sich die regulatorischen Rahmenbedingungen in den USA neu. Die Börsenaufsicht SEC und die Handelskommission CFTC haben eine historische Vereinbarung zur besseren Abstimmung ihrer Aufsicht unterzeichnet. Diese Harmonisierung zielt darauf ab, großen Betreibern künftig einen verlässlicheren rechtlichen Rahmen zu bieten.
Das parallel verabschiedete Verbot einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) durch den US-Senat bis mindestens 2030 festigt vorerst die Position privater Krypto-Akteure. Für Coinbase bedeutet dies strukturelle Planungssicherheit im Heimatmarkt, während das Unternehmen nun beweisen muss, dass das neue Derivate-Geschäft in Europa die sinkenden Handelsvolumina der Privatanleger kompensieren kann.
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