Coinbase: Barclays senkt Ziel auf $140

Coinbase verzeichnet einbrechende Handelsvolumina, während das Unternehmen sein Geschäftsmodell diversifiziert. Analysten senken Erwartungen.

Coinbase Aktie
Kurz & knapp:
  • Handelsvolumen fällt auf 196 Milliarden Dollar
  • Barclays stuft Aktie auf Underweight herab
  • Geschäftsumsatz außerhalb des Handels wächst
  • Stablecoin-Strategie und OCC-Zulassung als Treiber

Coinbase meldet am 7. Mai seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 — und der Zeitpunkt ist heikel. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn rund 17 Prozent im Minus. Der Krypto-Markt schwächelt, und Analysten haben ihre Gewinnerwartungen zuletzt deutlich gesenkt.

Schwache Handelsvolumen belasten das Ergebnis

Das Kernproblem ist klar: Das Handelsvolumen bricht ein. Barclays schätzt, dass Coinbase im ersten Quartal auf ein Handelsvolumen von 196 Milliarden Dollar kommt. Der März war dabei besonders schwach — das niedrigste Niveau am Krypto-Spotmarkt seit über zwei Jahren.

Barclays hat die Aktie daraufhin auf „Underweight“ herabgestuft und das Kursziel auf 140 Dollar gesenkt. Analyst Benjamin Buddish schreibt, die globale Krypto-Handelsaktivität sei trotz eines kryptofreundlichen regulatorischen Umfelds auf ein Niveau gefallen, das zuletzt Ende 2023 zu sehen war. Fünf weitere Analysten haben ihre Gewinnschätzungen ebenfalls nach unten korrigiert. Der EPS-Konsens für 2026 wurde in den vergangenen 30 Tagen um 41 Prozent gekürzt.

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Coinbase baut das Geschäft um

Das Unternehmen selbst betont den strukturellen Wandel. Chief Business Officer Shan Aggarwal wies im April darauf hin, dass der Anteil des Handels am Gesamtumsatz von über 90 Prozent beim Börsengang auf rund 55 Prozent Ende 2025 gesunken ist. Ende 2025 erwirtschaftete Coinbase bereits zwölf Produkte — darunter Custody, Staking und Stablecoins — jeweils mehr als 100 Millionen Dollar Jahresumsatz.

Für das erste Quartal hat das Management Einnahmen aus Abonnements und Dienstleistungen zwischen 550 und 630 Millionen Dollar in Aussicht gestellt.

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OCC-Zulassung und Stablecoin-Strategie als Wachstumshebel

Im April erhielt Coinbase eine bedingte Genehmigung des Office of the Comptroller of the Currency für eine nationale Trust-Gesellschaft. Die Vollzulassung erfordert noch den Aufbau von Compliance-Systemen und den Nachweis solider Risikokontrollen. Eine abgeschlossene Zulassung würde Coinbase erlauben, als federal regulierter Krypto-Verwahrer für institutionelle Kunden zu agieren. Das Unternehmen verwahrt bereits Vermögenswerte für über 80 Prozent aller digitalen Asset-ETFs weltweit.

Parallel dazu treibt Coinbase seine Stablecoin-Strategie voran. In Zusammenarbeit mit dem Zahlungsdienstleister Nium ermöglicht das Unternehmen nun Umrechnungen in klassische Währungen. USDC, der von Circle ausgegebene Stablecoin, kommt auf eine umlaufende Menge von rund 70 Milliarden Dollar und ist damit der zweitgrößte Stablecoin nach Marktkapitalisierung.

Die Quartalszahlen am 7. Mai werden zeigen, ob die wachsenden Einnahmen abseits des Handels den zyklischen Gegenwind bereits spürbar abfedern — oder ob das schwache Marktumfeld die Transformation vorerst überlagert. Der stark gesenkte EPS-Konsens schafft zumindest eine niedrigere Messlatte für positive Überraschungen.

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