Bitcoin hält sich stabil, die Coinbase-Aktie rutscht ab. Am Dienstag verlor das Papier der Krypto-Börse deutlich an Wert. Der Kurs entkoppelt sich spürbar vom breiten Markt. Das zeigt ein tieferliegendes Problem.
Politik bremst die Krypto-Börse
Der Hauptgrund für den Abverkauf liegt in Washington. Das geplante Krypto-Gesetz CLARITY Act steckt fest. Investoren hatten auf klare Regeln für US-Handelsplätze gehofft. Stattdessen blockieren Debatten über Finanzüberwachung den Fortschritt. Parallel dazu lobbyiert die Wall Street offenbar gegen den dezentralen Handel mit tokenisierten Vermögenswerten. Das bedroht die strategische Entwicklung von Coinbase.
Die Börse reagiert darauf empfindlicher als früher. Institutionelle Gelder dominieren mittlerweile das Geschäft. Private Spekulanten treten in den Hintergrund. Die Folge: Strukturelle und rechtliche Hürden belasten den Aktienkurs stärker als kurzfristige Schwankungen beim Bitcoin.
Analysten uneins über den Kurs
An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit wider. Die Aktie schloss am Dienstag bei 172,10 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von fast 15 Prozent auf der Anzeigetafel. Auch der wichtige 200-Tage-Durchschnitt bei rund 228 Euro ist weit entfernt.
Trotzdem bleiben einige Experten optimistisch. Cantor Fitzgerald hob das Kursziel kürzlich auf 250 US-Dollar an. Die Analysten verweisen auf das wachsende Geschäft mit Prognosemärkten. Barclays sieht das anders. Die Bank senkte ihr Ziel auf 140 Dollar und warnt vor schwachen Handelsvolumina in den ersten Monaten des Jahres.
Umbau im Vorstand und neue Zahlen
Neben dem Tagesgeschäft sortiert Coinbase seine Führungsebene neu. Direktor Paul Clement verlässt das Gremium nach der Hauptversammlung 2026. Das Management verkleinert den Vorstand im Anschluss von zehn auf neun Sitze.
Am 7. Mai 2026 legt das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal vor. Der Fokus liegt dann auf den Einnahmen aus Abonnements und Dienstleistungen. Diese Sparte bringt mittlerweile fast die Hälfte des Nettoumsatzes ein. Ferner dominiert Coinbase das Verwahrgeschäft für institutionelle Kunden. Als primärer Verwahrer für die meisten US-Spot-ETFs hält das Unternehmen über 200 Milliarden Dollar an Kundengeld.
Der Bericht im Mai liefert harte Fakten zur Geschäftsentwicklung. Das Management muss dann beweisen, dass die starken ETF-Zuflüsse die politische Hängepartie in Washington ausgleichen können.
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