Drei Termine in weniger als drei Wochen — und jeder davon könnte die Commerzbank-Aktie in eine andere Richtung drücken. Hintergrund ist der laufende Übernahmeversuch der UniCredit, gegen den die Frankfurter Bank mit einer eigenständigen Strategie ankämpft.
Montag gehört UniCredit
Den Auftakt macht der Rivale selbst. Am heutigen Montag stimmen UniCredit-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über eine Kapitalerhöhung um bis zu 470 Millionen Stammaktien ab — ausschließlich, um das geplante Übernahmeangebot für die Commerzbank zu finanzieren. Fällt das Votum positiv aus, ist der Weg frei für die Veröffentlichung des Angebots, das die BaFin bereits freigegeben hat.
Per 17. April hielt UniCredit bereits 32,64 Prozent der Stimmrechte an der Commerzbank, gegenüber zuvor 29,34 Prozent. Der Druck auf Frankfurt wächst — und das, obwohl die Commerzbank-Aktie zuletzt bei 35,21 Euro notierte, deutlich über dem Niveau, das das ursprüngliche Angebot implizierte.
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Strategie und Zahlen am 8. Mai
Vier Tage später antwortet die Commerzbank. Am 8. Mai präsentiert der Vorstand zusammen mit den Quartalszahlen zum ersten Quartal 2026 aktualisierte Finanzziele und eine Strategie bis 2030. Die Botschaft ist klar: Das Institut will seinen Mehrwert als eigenständiges Unternehmen belegen.
Die Commerzbank hat UniCredit bereits öffentlich abgewimmelt. Das Urteil: kein ausreichendes Wertschöpfungspotenzial, keine erkennbare Bereitschaft zur marktüblichen Prämie, keine einvernehmliche Lösung in Sicht. Die Bundesregierung — mit rund zwölf Prozent noch immer Großaktionärin — lehnt einen Verkauf ihres Anteils strikt ab.
Hauptversammlung und Rekorddividende
Den Abschluss bildet die ordentliche Hauptversammlung am 20. Mai in Wiesbaden. Auf der Tagesordnung steht unter anderem der Dividendenvorschlag von 1,10 Euro je Aktie — rund 70 Prozent mehr als die 0,65 Euro des Vorjahres. Zusammen mit zwei bereits abgeschlossenen Aktienrückkäufen im Gesamtvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro schüttet die Bank für das Geschäftsjahr 2025 insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro aus. Das entspricht dem gesamten Nettoergebnis vor Restrukturierungsaufwendungen.
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Ferner soll die Hauptversammlung eine Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien in Höhe von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals beschließen. Der Ex-Dividenden-Tag ist für den 21. Mai angesetzt, die Auszahlung folgt am 25. Mai.
Das Kalkül hinter der Ausschüttungspolitik ist offensichtlich: Wer so viel an Aktionäre zurückgibt, macht deutlich, dass er das Kapital selbst sinnvoll einsetzen kann — und keinen Käufer braucht.
Veröffentlicht UniCredit ihr Angebot wie geplant im Mai, ist mit einem Ergebnis Ende Juni oder im Juli 2026 zu rechnen. Die vollständige regulatorische Umsetzung einer möglichen Übernahme dürfte sich bis 2027 hinziehen.
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