Commerzbank Aktie: 0,02 Prozent Annahmequote bei UniCredit

Commerzbank schüttet Rekorddividende aus, während UniCredit-Offerte kaum angenommen wird. Kurs und Analystenziele übertreffen Angebot.

Commerzbank Aktie
Kurz & knapp:
  • Dividende von 1,10 Euro je Aktie
  • UniCredit-Angebot nur 0,02 Prozent angenommen
  • Operativer Rekordgewinn im ersten Quartal
  • Aufsichtsrat kürzt Ex-Chef Knof Bonus

Die kommende Woche hält für Commerzbank-Aktionäre zwei entscheidende Entwicklungen bereit. Der Aktienkurs notiert bei 36,09 Euro – nur 4,4 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Am Montag wird die Dividende von 1,10 Euro je Aktie ausgezahlt. Parallel dazu veröffentlicht UniCredit die erste Wasserstandsmeldung zu ihrem Übernahmeangebot. Das vorläufige Ergebnis: eine Annahmequote von gerade einmal 0,02 Prozent.

Dividende als Vertrauensbeweis

Am 25. Mai erhalten Aktionäre die Jahresdividende für das Rekordgeschäftsjahr 2025. Die 1,10 Euro je Aktie bedeuten einen Anstieg um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zusammen mit Aktienrückkäufen von 1,5 Milliarden Euro fließen insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro an die Aktionäre zurück. Ein starkes Signal – vor allem angesichts des laufenden Übernahmeversuchs.

UniCredit-Angebot verpufft

Das Übernahmeangebot der UniCredit findet bislang kaum Resonanz. Der ersten Meldung zufolge wurden lediglich 0,02 Prozent der Aktien angedient. Grund: Das Angebot liegt mit 34,56 Euro unter dem aktuellen Kurs von 36,09 Euro.

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Unabhängige Analysten beziffern den fairen Wert im Median auf 41,50 Euro. Die Italiener bieten 0,485 eigene Aktien je Commerzbank-Anteil – die gesetzliche Mindestgegenleistung ohne jede Prämie. Marktbeobachter werten das als opportunistischen Versuch, Kontrolle zu erwerben. Die Annahmefrist läuft voraussichtlich bis zum 3. Juli.

Aufsichtsrat kürzt Knof-Bonus

Auch personell gab es eine wichtige Entscheidung. Der frühere Commerzbank-Chef Manfred Knof muss eine 30-prozentige Kürzung seiner variablen Vergütung hinnehmen. Grund: Der Aufsichtsrat sah eine Pflichtverletzung – Knof hatte den Vorstand nicht über sein Treffen mit UniCredit-Chef Andrea Orcel im September 2024 informiert.

Abwehr durch Zahlen

Die Commerzbank setzt derweil auf operative Stärke. Im ersten Quartal 2026 stieg das operative Ergebnis um elf Prozent auf 1,4 Milliarden Euro – Rekord.

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Das Gewinnziel für das Gesamtjahr wurde auf mindestens 3,4 Milliarden Euro angehoben. Die Strategie «Momentum 2030» sieht Erträge von 16,8 Milliarden Euro und einen Konzerngewinn von 5,9 Milliarden Euro vor.

Ermöglichen soll das unter anderem eine Investition von 600 Millionen Euro in Künstliche Intelligenz. Gleichzeitig sollen 3.000 Stellen wegfallen. Die angestrebte Nettoeigenkapitalrendite: 21 Prozent.

Die nächste Wasserstandsmeldung wird in der kommenden Woche fällig. Bleibt die Annahmequote niedrig, müsste UniCredit nachbessern – Insiderberichten zufolge ist das derzeit nicht geplant. Der Abschluss des Übernahmeangebots wird ohnehin erst 2027 erwartet. Die Dividende am Montag zeigt derweil: Die Aktionäre stehen hinter dem Management.

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