Commerzbank Aktie: 1,10 Euro Dividende am 26. Mai

Die Commerzbank schüttet 2,7 Milliarden Euro an Aktionäre aus und investiert massiv in Künstliche Intelligenz für die Zukunft.

Commerzbank Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekorddividende von 1,10 Euro je Aktie
  • 2,7 Milliarden Euro an Aktionäre zurückgeflossen
  • 600 Millionen Euro Investitionen in KI geplant
  • UniCredit-Übernahmeangebot kaum angenommen

Die Commerzbank hat am 26. Mai 2026 1,10 Euro je Aktie ausgezahlt — fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Zusammen mit zwei bereits abgeschlossenen Aktienrückkäufen fließen insgesamt 2,7 Milliarden Euro an die Aktionäre zurück. Parallel dazu verschärft die Bank ihre Wachstumsambitionen: Die „Momentum 2030″-Strategie sieht 600 Millionen Euro für Künstliche Intelligenz vor und hebt das Gewinnziel deutlich an. Die Aktie notiert aktuell bei 36,36 Euro, 8 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt.

Kapitalrückgabe auf Rekordniveau

Die Hauptversammlung hatte die Dividende mit 99,88 Prozent Zustimmung gebilligt. Zusammen mit den beiden Rückkaufprogrammen über insgesamt 1,5 Milliarden Euro ergibt sich für das Geschäftsjahr 2025 eine Gesamtausschüttung von rund 2,7 Milliarden Euro.

Die Aktionäre stimmten zudem zwei Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien zu — mit Mehrheiten von 96,25 und 97,79 Prozent. Die Bank kann damit erneut bis zu 10 Prozent des Grundkapitals über die Börse zurückkaufen.

Für die kommenden Jahre plant die Commerzbank, die Kapitalrückgabe kontinuierlich zu steigern. Der Anteil der Dividende soll dabei auf mindestens 50 Prozent wachsen.

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21 Prozent Eigenkapitalrendite als Ziel

Das Herzstück der neuen Strategie trägt den Namen „Momentum 2030″. Die Commerzbank peilt einen Nettogewinn von 5,9 Milliarden Euro, Erträge von 16,8 Milliarden Euro sowie eine Eigenkapitalrendite von 21 Prozent an.

Technologie und KI werden als Wachstumstreiber betont. Die Bank plant kumulierte Investitionen von rund 600 Millionen Euro zwischen 2026 und 2030. Ab 2030 erwartet die Commerzbank einen jährlichen Beitrag von rund 500 Millionen Euro aus KI-Initiativen sowie eine Freisetzung von etwa 10 Prozent der Kapazitäten.

Die Restrukturierung kostet rund 450 Millionen Euro. Betriebsbedingte Kündigungen soll es laut Vereinbarung mit dem Betriebsrat nicht geben.

Starkes Q1 stützt angehobene Prognose

Im ersten Quartal 2026 stieg das operative Ergebnis um 11 Prozent auf einen Rekordwert von 1,4 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis kletterte um 9 Prozent auf 913 Millionen Euro. Die Erträge erhöhten sich um 4,8 Prozent auf 3,219 Milliarden Euro; der Provisionsüberschuss erreichte mit 1,102 Milliarden Euro ein Allzeithoch.

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Der Zinsüberschuss blieb mit 2,047 Milliarden Euro trotz sinkender Leitzinsen nahezu stabil. Vorstandschefin Bettina Orlopp hob daraufhin das Jahresziel auf mindestens 3,4 Milliarden Euro an — zuvor hatte die Bank nur „über 3,2 Milliarden Euro“ in Aussicht gestellt.

UniCredit-Angebot bleibt ohne Resonanz

Lediglich 0,0059 Prozent der Commerzbank-Aktien wurden bisher im Rahmen des UniCredit-Übernahmeangebots angedient. Kaum ein Aktionär nimmt das Angebot an.

Das Angebot sieht 0,485 neue UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie vor. Die Gegenleistung orientiert sich ausschließlich an der gesetzlichen Mindestanforderung — ohne Prämie, ohne Spielraum.

UniCredit rechnet mit einem Abschluss des Übernahmeangebots erst im Jahr 2027. Die Bank muss unabhängig vom Ergebnis verschiedene regulatorische Genehmigungen einholen. Bis zum Ablauf der Annahmefrist am 3. Juli 2026 bleibt offen, ob UniCredit nachbessert — oder ob die Commerzbank ihre eigenständige Strategie fortsetzen kann.

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