Die Commerzbank hat ihre Hauptversammlung mit klaren Ergebnissen abgeschlossen: 1,10 Euro Dividende je Aktie, grünes Licht für weitere Aktienrückkäufe — und eine Gesamtausschüttung, die das komplette Nettoergebnis des Geschäftsjahres 2025 zurückgibt. Ausgerechnet am Ex-Tag steht die Aktie unter Druck.
1,10 Euro je Aktie, Zahlung am 25. Mai
Die Dividende für 2025 wurde mit 99,88 Prozent Zustimmung angenommen — eine seltene Einigkeit. Gegenüber den 0,65 Euro für 2024 ist das ein Sprung von fast 70 Prozent. Insgesamt schüttet die Bank rund 1,2 Milliarden Euro aus.
Der Ex-Tag ist heute, der 21. Mai 2026. Der Kurs verliert 3,2 Prozent auf 35,99 Euro — ein Rückgang, der rechnerisch zu einem erheblichen Teil auf den Dividendenabschlag zurückzuführen ist. Die Auszahlung erfolgt am 25. Mai.
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Rückkäufe: 1,5 Milliarden bereits vollzogen
Neben der Dividende verweist die Commerzbank auf zwei abgeschlossene Aktienrückkäufe mit zusammen rund 1,5 Milliarden Euro Volumen. Addiert man die heutige Dividendenzahlung, ergibt sich eine Gesamtkapitalrückgabe von rund 2,7 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2025 — nach Unternehmensangaben exakt 100 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses.
Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand zudem, erneut eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zu erwerben. Allerdings gilt: Jeder weitere Rückkauf braucht die Zustimmung der Europäischen Zentralbank. Im Bankensektor ist das kein Formalakt, sondern ein echter Filter — abhängig von Kapitalquoten und regulatorischer Einschätzung.
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Ergebnisbasis gibt der Ausschüttung Substanz
Die hohe Ausschüttung fußt auf einer verbesserten Ertragslage. Im ersten Quartal 2026 erzielte die Commerzbank ein operatives Ergebnis von 1,4 Milliarden Euro, ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Nettoergebnis kletterte auf 913 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Institut nun mindestens 3,4 Milliarden Euro Nettoergebnis an — angehoben von zuvor mehr als 3,2 Milliarden Euro. Die harte Kernkapitalquote soll zum Jahresende über 14 Prozent liegen. Dieser Wert ist keine Nebenzahl: Er bestimmt maßgeblich, was die EZB bei künftigen Rückkaufanträgen durchwinkt.
Mittelfristig will die Commerzbank den Dividendenanteil an der Gesamtausschüttung auf mindestens 50 Prozent steigern. Ob das gelingt, hängt weniger von der Absicht des Vorstands ab als von Ergebnisentwicklung, Kapitalquoten — und dem Urteil der Aufsicht.
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