Barclays bleibt bullish auf Commerzbank — und das nach einem starken Quartalsbericht. Analystin Flora Bocahut hat ihre Schätzungen angepasst, das Rating „Overweight“ und das Kursziel von 42,00 Euro aber unangetastet gelassen. Der Abstand zum aktuellen Kurs ist beachtlich.
Starkes Q1 liefert die Grundlage
Commerzbank meldete für das erste Quartal 2026 ein operatives Ergebnis von 1,358 Milliarden Euro — rund zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn stieg auf 913 Millionen Euro. Die Gesamterträge kletterten auf 3,219 Milliarden Euro, das Zinsergebnis blieb stabil bei rund 2 Milliarden Euro.
Das Provisionsergebnis trug mit 1,102 Milliarden Euro dazu bei. Auf dieser Basis hob das Management den Ausblick an: Für 2026 peilt Commerzbank nun einen Nettogewinn von mindestens 3,4 Milliarden Euro an, nach zuvor mehr als 3,2 Milliarden Euro. Für 2030 nennt die Bank einen Net RoTE von rund 21 Prozent und eine Kosten-Ertrags-Relation von 43 Prozent.
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Analysten sehen Aufwärtspotenzial
Barclays ist mit dem Kursziel von 42,00 Euro kein Einzelfall. Im Konsens führt finanzen.net vier positive Empfehlungen, drei Halteempfehlungen und keine Verkaufsempfehlung — das durchschnittliche Kursziel liegt bei 39,63 Euro.
Die Aktie notiert aktuell bei 36,16 Euro, knapp sieben Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat sie rund 36 Prozent zugelegt. Der RSI liegt bei 80,6 — ein Niveau, das auf kurzfristig überkaufte Bedingungen hindeutet.
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UniCredit-Angebot als taktischer Rahmen
Parallel zum operativen Aufwärtstrend läuft das Übernahmeangebot von UniCredit. Der italienische Konkurrent bietet 0,485 neue UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank empfehlen den Aktionären ausdrücklich, das Angebot abzulehnen.
Die Annahmequote ist bislang verschwindend gering: Laut erster Wasserstandsmeldung vom 19. Mai 2026 wurden gerade 0,02 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient. Die erweiterte Annahmefrist endet voraussichtlich am 3. Juli 2026. Einen Abschluss erwartet UniCredit allerdings frühestens 2027 — regulatorische Genehmigungen machen das Verfahren langwierig.
Für die kommende Handelswoche rücken die wöchentlichen Annahme-Updates in den Vordergrund. Sie werden zeigen, ob UniCredits Angebot bei Commerzbank-Aktionären mehr Anklang findet — oder ob die Ablehnung des Managements die Oberhand behält.
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